Renraku-waza
連絡技
Kombinationen im Judo: Die erste Technik löst beim Gegner eine Reaktion aus, die der Angreifer sofort für die zweite nutzt. Das Gegenstück sind die Konterwürfe kaeshi-waza.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Renraku-waza (連絡技) bedeutet „verbundene Techniken“: renraku ist Verbindung, Anschluss, waza Technik. Im Judo bezeichnet es also Kombinationen, bei denen der Angreifer eine erste Technik ansetzt und die Abwehrreaktion des Gegners für eine zweite nutzt. Kombinationen beruhen darauf, dass jede Abwehr den Gegner irgendwohin bewegt. Wehrt er sich gegen einen Wurf nach vorn, lehnt er sich zurück und öffnet sich für einen Wurf nach hinten, und umgekehrt. Typisch sind ko-uchi-gari und danach seoi-nage oder o-uchi-gari und danach uchi-mata. Eine Kombination kann auch vom Stand in den Bodenkampf übergehen, zum Beispiel vom Wurf in einen Haltegriff. Neben renraku-waza unterscheidet das Kodokan kaeshi-waza, Konterwürfe, bei denen der Angreifer umgekehrt den Wurfversuch des Gegners nutzt.
In der Praxis
Kombinationen werden als Paare oder Dreiergruppen von Techniken geübt, zuerst mit vereinbarter Reaktion des Partners, später im randori. Wichtig ist, dass die erste Technik ein echter Angriff ist: Wird sie nur angedeutet, reagiert der Gegner nicht, und die zweite Technik hat nichts, woran sie anschließen kann.