Mushin
無心
Geisteszustand, der an keinem Gedanken und keiner Emotion haftet und daher spontan reagiert. Der Begriff stammt aus dem Zen, in die Schwertkunst brachte ihn der Mönch Takuan.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Mushin (無心) besteht aus den Zeichen 無, ohne, und 心, Herz, Geist. Der volle Ausdruck mushin no shin wird als „Geist ohne Geist“ übersetzt: ein Geist, der an keinem Gedanken und keiner Emotion hängt und deshalb für alles offen ist. Gemeint ist kein leerer Kopf, sondern Klarheit und Spontaneität. Der Begriff stammt aus dem chinesischen Chan-Buddhismus und dem japanischen Zen. Für die Kampfkünste beschrieb ihn maßgeblich der Zen-Mönch Takuan Soho (1573–1645) in einem Brief an den Schwertkämpfer Yagyu Munenori, bekannt als Fudochi shinmyoroku. Takuan schreibt, dass ein Geist, der nirgends haltmacht, überall ist. In diesem Zustand handelt der Schwertkämpfer ohne Zögern und Überlegen, die ihn im Kampf verlangsamen würden.
Beziehungen zu anderen Begriffen
Siehe auch
Unbewegter Geist, den weder Angst noch Zorn oder Überraschung aus dem Gleichgewicht bringen. Der Begriff stammt aus dem Buddhismus.
Zanshin残心Wachsamkeit, die auch nach Abschluss der Technik anhält, wörtlich „verbleibender Geist“. Im Kendo ist sie Bedingung für einen gültigen Treffer ippon.