ImpakuImpaku

Shoshin

初心

„Geist des Anfängers“: Offenheit und Lernbereitschaft, die sich der Übende auch als Meister bewahren soll. Der Begriff stammt aus dem Zen.

Auf einen Blick

BegriffstypTaktik, Timing und Geisteshaltung
SpracheJapanisch
FormSubstantiv
Aussprache[scho-schin]
Alternative NamenGeist des Anfängers
Lesungen und Umschriften
Lesung (Kana)しょしん
Hepburn-Umschriftshoshin

Wortanalyse

初shoAnfang
心shinGeist, Herz

Definition

Shoshin (初心) besteht aus den Zeichen 初, Anfang, und 心, Geist. Es bedeutet „Geist des Anfängers“, also die Offenheit, Neugier und Unvoreingenommenheit, mit der man an etwas Neues herangeht. Der Begriff stammt aus dem Zen-Buddhismus. Außerhalb Japans machte ihn der Mönch Shunryu Suzuki mit seinem Buch Zen Mind, Beginner's Mind von 1970 bekannt, in dem er schreibt, dass im Geist des Anfängers viele Möglichkeiten liegen, im Geist des Experten nur wenige. Das japanische Sprichwort shoshin wasuru bekarazu, „vergiss den Geist des Anfängers nicht“, stammt vom Dramatiker Zeami aus dem Jahr 1424 und wird im Dojo bis heute zitiert. Im Budo gilt shoshin als erster Geisteszustand, auf den mushin, fudoshin und zanshin folgen.

Beziehungen zu anderen Begriffen

Nächste Phase

Mushin無心

Geisteszustand, der an keinem Gedanken und keiner Emotion haftet und daher spontan reagiert. Der Begriff stammt aus dem Zen, in die Schwertkunst brachte ihn der Mönch Takuan.