Bind
Binden
Die Phase eines Fechtkampfes, in der sich die Klingen berühren und die Kämpfer den Druck des Gegners wahrnehmen.
Auf einen Blick
Definition
Der Bind stellt einen kritischen Moment im historischen Fechten dar. Sobald sich die Schwerter treffen, lesen beide Fechter sofort den Druck der gegnerischen Waffe (das sogenannte Fühlen). Ist der Druck des Gegners stark (Hart), sollte der Fechter nachgeben und ihn nutzen, um die Klinge zu umgehen. Ist der Druck schwach (Weich), sollte der Fechter stattdessen direkt angreifen. Die Beherrschung der Arbeit im Bind unterscheidet den Meister vom Anfänger, da sie es ermöglicht, die Waffe des Gegners zu kontrollieren und sicher zu treffen.
Verwandte Begriffe
Ein historischer Querhieb mit dem Langschwert, der gleichzeitig Verteidigung und Angriff ist.
OchsOchsEine der vier Grundhuten (Leger) im historischen deutschen Langschwertfechten.
PflugPflugEine der vier Grundhuten (Vier Leger) im historischen deutschen Langschwertfechten, die an das Halten eines Pfluges erinnert.
AlberAlberEine der vier Grundhuten des historischen deutschen Fechtens, bei der das Schwert mit der Spitze zum Boden zeigt.
Vom TagVom TagEine der vier Grundhuten des historischen deutschen Fechtens, bei der das Schwert hoch über dem Kopf oder der Schulter gehalten wird.
Vor / Nach / IndesVor / Nach / IndesEin Trio zentraler Zeitprinzipien des historischen deutschen Fechtens, das Initiative, Reaktion und Gleichzeitigkeit des Handelns beschreibt.
