Bind
Binden
Der Moment im historischen Fechten, in dem sich die Klingen beider Fechter berühren und in Kontakt bleiben. Der Fechter fühlt, ob der Gegner stark oder schwach drückt.
Auf einen Blick
BegriffstypPhysikalisches und biomechanisches Prinzip
SpracheDeutsch
FormSubstantiv
Alternative NamenKlingenbindung
Lesungen und Umschriften
IPAˈbɪndn̩
Definition
Bind (von binden, „binden“) ist eine Situation, in der die Schwerter beider Fechter aufeinandertreffen und in Kontakt bleiben. Johannes Liechtenauers deutsche Fechttradition lehrt, im Bind zu „fühlen“ (Fühlen), ob der Gegner stark (stark, hart) oder schwach (schwach, weich) drückt. Danach richtet sich die nächste Aktion. Gegen starken Druck weicht der Fechter aus und umgeht die gegnerische Klinge, gegen schwachen drückt er weiter und trifft direkt. Die Arbeit im Bind ist die Grundlage vieler Langschwerttechniken und hängt mit dem Prinzip Indes zusammen.