Zwerchhau
Zwerchhau
Ein historischer Querhieb mit dem Langschwert, der gleichzeitig Verteidigung und Angriff ist.
Auf einen Blick
Definition
Der Zwerchhau ist einer der fünf Meisterhäue in der Tradition des deutschen Fechtmeisters Johannes Liechtenauer. Der Hieb wird horizontal mit gekreuzten Händen quer geführt, wobei die Klinge Kopf oder Hals des Gegners trifft. Seine Genialität liegt darin, dass Parierstange und der starke Teil der Klinge (Schilt) während der Bewegung den Kopf des Fechters gegen senkrechte Hiebe von oben decken. Er ist eine ideale Technik gegen einen gewöhnlichen Hieb von oben (Oberhau) und erfordert präzise Körperarbeit und Dynamik.
Verwandte Begriffe
Die Phase eines Fechtkampfes, in der sich die Klingen berühren und die Kämpfer den Druck des Gegners wahrnehmen.
OchsOchsEine der vier Grundhuten (Leger) im historischen deutschen Langschwertfechten.
PflugPflugEine der vier Grundhuten (Vier Leger) im historischen deutschen Langschwertfechten, die an das Halten eines Pfluges erinnert.
AlberAlberEine der vier Grundhuten des historischen deutschen Fechtens, bei der das Schwert mit der Spitze zum Boden zeigt.
Vom TagVom TagEine der vier Grundhuten des historischen deutschen Fechtens, bei der das Schwert hoch über dem Kopf oder der Schulter gehalten wird.
Vor / Nach / IndesVor / Nach / IndesEin Trio zentraler Zeitprinzipien des historischen deutschen Fechtens, das Initiative, Reaktion und Gleichzeitigkeit des Handelns beschreibt.
