Ziviles Krav Maga
Die zivile Form der israelischen Selbstverteidigung, die Imi Lichtenfeld nach dem Militär für gewöhnliche Menschen anpasste. Eigener Verband seit 1978.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Ziviles Krav Maga
Über Ziviles Krav Maga
Ziviles Krav Maga ist die Form der israelischen Selbstverteidigung für Menschen außerhalb der Streitkräfte. Sie ging aus dem militärischen System hervor, das Imi Lichtenfeld seit den 1940er Jahren aufgebaut hatte; nach seinem Abschied vom Militär 1964 arbeitete er die Methode für die Polizei und für gewöhnliche Zivilisten um und eröffnete Schulen in Tel Aviv und Netanja. Der organisatorische Rahmen entstand erst am 22. Oktober 1978 mit der Gründung der Israelischen Krav-Maga-Vereinigung (IKMA); deshalb steht hier dieses Jahr und nicht frühere Schätzungen. 1995 folgte die internationale Föderation IKMF, Lichtenfeld starb am 9. Januar 1998. Der Unterschied zur militärischen Fassung liegt im Ziel, nicht in der Technik. Ein Soldat greift an und erfüllt einen Auftrag; ein Zivilist soll wegkommen. Das Programm lässt daher den offensiven Waffeneinsatz, die Teamarbeit und Tötungstechniken weg und konzentriert sich auf die Reaktion aus der ungünstigen Lage – von hinten, im Sitzen, im engen Raum, mit festgehaltenen Händen. Kern ist das 360-Prinzip, ein kreisförmiger Unterarmblock gegen einen Angriff aus beliebigem Winkel, verbunden mit sofortigem Gegenangriff und Rückzug. Das Training arbeitet bewusst mit Ermüdung, Lärm und Stress, weil es davon ausgeht, dass der Verteidiger weder vorbereitet noch ausgeruht ist. Geprüft wird in Szenarien statt im Sportkampf; Krav Maga kennt keinen Wettkampf, und die Gradsysteme unterscheiden sich je nach Organisation. Nach Lichtenfelds Tod zerfiel die Szene in mehrere Verbände – IKMA, IKMF, KMG und weitere.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
