ImpakuImpaku

Yumi

弓 · yumi

Ein asymmetrischer japanischer Bogen von über zwei Metern Länge, der unterhalb der Mitte gehalten wird, sodass der obere Wurfarm länger ist; eine Samurai-Waffe und heute Gerät des Kyūdō.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftJapanJapan
WaffentypBogen
WirkungsweiseFernwaffe
MaterialHartholz, Bambus
VerwendungszeitAntike, Mittelalter, Gegenwart
Ursprünglicher ZweckKriegswaffe, Sport
KampfdistanzWeite Distanz
Getragen vonKriegerstand
Zeremonieller GebrauchZeremonielle Tracht
Länge221 cm

Über die Waffe

Der Yumi ist ein traditioneller japanischer Bogen, der unterhalb der Mitte gehalten wird, sodass der untere Wurfarm kürzer als der obere ist. Diese Asymmetrie beschreibt schon das chinesische Buch der Wei aus dem 3. Jahrhundert: Dort haben Holzbögen einen kurzen unteren und einen langen oberen Wurfarm. Der älteste erhaltene asymmetrische Bogen stammt aus etwa dem 5. Jahrhundert, aus der Präfektur Nara. Bögen des Typs Maruki Yumi aus einem Stück Holz wurden bis zur Nara-Zeit (710–794) verwendet. Ab der mittleren bis späten Heian-Zeit entwickelten die Japaner den geschichteten Bogen Fusedake no Yumi aus Bambus und Holz. Die Standardlänge beträgt etwa sieben Shaku und drei Sun, rund 2,21 m. Der Bogen Shigetō Yumi der Kamakura-Zeit hatte eine Schussweite bis 400 m, wirksam rund 80 m. Auch nach der Verbreitung der Tanegashima-Gewehre in der Sengoku-Zeit kam der Yumi nicht aus dem Gebrauch. In der Kamakura-Zeit verbreiteten sich drei Arten des berittenen Bogenschießens: Yabusame, Inuoumono und Kasagake. Heute unterscheidet man Kyūdō, den „Weg des Bogens" mit spiritueller Dimension, und Kyūjutsu, die Schießtechnik. Der Bogen hat auch im Sumō seinen Platz: Die Zeremonie Yumitori-shiki ist den Shinto-Kami gewidmet. In der Populärkultur benutzt zum Beispiel die Figur Hanzo Shimada im Videospiel Overwatch einen futuristischen Yumi.

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Wikipedia (en): Japanese bow