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Kampilan

Philippinisches einschneidiges Schwert von 90-100 cm mit breiter werdender Klinge, meist zweihändig geführt; der Knauf zeigt eine Bakunawa, einen Nashornvogel oder Kakadu.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftPhilippinenPhilippinen
WaffentypSchwert
WirkungsweiseSchneidend
FührungsartZweihändig, Einhändig
MaterialStahl, Hartholz
VerwendungszeitFrühe Neuzeit
Ursprünglicher ZweckKriegswaffe
Länge90–100 cm
Gewicht0,9–1,3 kg

Über die Waffe

Der Kampilan ist ein einschneidiges Schwert, das traditionell von verschiedenen ethnischen Gruppen des Philippinischen Archipels verwendet wurde, unter anderem von Kapampangan, Ilokano, Tagalog, Bikolano, Visayan und Moro. Er erscheint in den alten Epen Hinilawod und Biag ni Lam-ang. Die Entstehungszeit konnten wir in den Quellen nicht belegen. Der Kampilan misst 90 bis 100 Zentimeter und wiegt 0,85 bis 1,3 Kilogramm. Die Klinge ist am Griff schmal und verbreitert sich trapezförmig zur Spitze hin, manchmal mit einem vorstehenden Dorn; geschmiedet aus geschichtetem, geschweißtem Damaststahl. Der Griff besteht aus Hartholz, und fast alle Kampilan hatten ursprünglich am Parierstück große vorstehende Metallklammern. Der Knauf unterscheidet sich je nach Ethnie: Visayan und die Völker von Luzon schnitzten darauf eine Bakunawa, ein gehörntes drachenähnliches Wesen, die Moro-Völker bevorzugten einen Nashornvogel oder einen Kakadu. Der Kampilan wurde überwiegend mit beiden Händen geführt, ließ sich aber auch mit einer Hand halten, und diente der Kriegsführung und der Kopfjagd, wodurch er sich von den aus Landwerkzeugen abgeleiteten Bolo unterscheidet. Antonio Pigafetta beschrieb, wie Ferdinand Magellan in der Schlacht bei Mactan von einem Krieger, der einen „großen säbelähnlichen Hauer" trug, am linken Bein verwundet wurde. Wer dieser Krieger war, haben wir in den Quellen nicht gefunden.

Teile der Waffe

  • Parierelement
  • Knauf

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Kampilan – Wikipedia