Otoshi Uraken
Wörtlich: fallende Rückfaust
Ein Rückfaustschlag, der von oben nach unten und nach vorn geführt wird und der sich im Gegensatz zum Yoko Uraken im Kihon nach dem Treffer nicht zurückzieht.
Auf einen Blick
⚠️ Häufige Fehler
Das Anheben der Schultern bei der Ausführung, was zu verkrampften Bewegungen führt, statt die Schultern nach unten gezogen zu halten.
Über
Otoshi Uraken, wörtlich fallende Rückfaust (englisch dropping backfist), ist ein Schlag mit dem Handrücken, der von oben nach unten geführt wird. Otoshi bedeutet fallend oder sinkend, Uraken die hintere bzw. umgekehrte Faust. Laut dem niederländischen Dojo Shukenmashi beginnt die Faust an derselben Stelle wie beim Yoko Uraken, also unter dem anderen Arm auf der gegenüberliegenden Körperseite, wird vor Körper und Gesicht nach oben geführt, dann nach unten und vorn, und trifft mit dem Handrücken. Dieselbe Quelle reiht ihn unter die Tsuki Waza als eigenständige Technik ein, die sich vom Yoko Uraken und vom Uraken Uchi unterscheidet: Er unterscheidet sich durch die Armführung von oben nach unten nach vorn und dadurch, dass der Arm im Kihon nach dem Schlag meist ausgestreckt bleibt, während er sich beim Yoko Uraken zurückzieht. Laut der englischen Wikipedia wird er in der Kata Heian Yondan im Kosa Dachi ausgeführt. Laut dem Dojo Shukenmashi kommt er auch in der Kata Heian Sandan vor, dort im Kiba Dachi zur Seite. Laut GKR erscheint er in der Kata Kanku Sho in den Bewegungen 8, 13 und 27, im Juji Dachi nach Mae Geri mit doppeltem Hikite; im Gegensatz zum Kihon-Rückfaustschlag zieht er sich hier nicht zurück und zielt mit dem Unterarm nahe dem Handgelenk auf den Trapezmuskel oder das Schlüsselbein des Gegners. Ein typischer Fehler ist laut dem Dojo Shukenmashi das Anheben der Schultern, was zu verkrampften Bewegungen führt; die Schultern sollen nach unten gezogen bleiben. Wer die Technik eingeführt hat, konnten wir nicht belegen.