Ikkyo
一教
Wörtlich: erste Lehre
Auch bekannt als: ikkajo osae, ude osae
Erste der fünf nummerierten Aikido-Fixierungen: Tori hält Ellbogen und Handgelenk von uke, bringt ihn zu Boden und drückt auf den Ellennerv.
Auf einen Blick
⚠️ Häufige Fehler
Häufige Fehler: Anheben des Arms nach oben statt Führen in einem Bogen nach unten, Druck nur mit den Händen ohne Bewegung des ganzen Körpers und Vorbeugen, wodurch der Verteidiger selbst das Gleichgewicht verliert.
💡 Wichtiger Tipp
Drücke nicht mit Kraft in den Ellenbogen. Führe den Arm dorthin, wohin der Körper des Gegners ohnehin fällt.
Über
Ikkyo (一教), wörtlich „erste Lehre", ist eine Fixiertechnik des Aikido aus den katame waza (固め技). Tori hält mit einer Hand den Ellbogen und mit der anderen das Handgelenk von uke und bringt ihn so zu Boden; der Druck zielt auf den Ellennerv nahe dem Handgelenk. Sie wird in omote mit Eintritt nach vorn und in ura mit Drehung nach hinten geübt, zudem gibt es die Wurfform ikkyo nage. Weitere Namen sind ikkajo osae („erste Kontrolle") und ude osae („Armhebel"). Ikkyo gehört zu den Techniken, die das Aikido aus dem Daito-ryu aiki-jujutsu übernahm; dieses studierte Aikido-Begründer Morihei Ueshiba ab 1915 bei Takeda Sokaku. Es ist die erste der fünf nummerierten Fixierungen von ikkyo bis gokyo, doch Quellen zufolge werden sie stilübergreifend nicht immer in numerischer Reihenfolge gelehrt. Optisch ähnelt es gokyo und yonkyo, unterscheidet sich aber durch Griff und Druckstelle. Nach der Prüfungsordnung des Vereins Aiki-LA, am Hombu Dojo orientiert, wird es ab dem 5. Kyu geprüft.