Tang Soo Do
당수도Ein koreanischer Karatestil, 1945 von Hwang Kee begründet. Er schöpft aus okinawanischem Karate und chinesischen Stilen; bekannt für hohe Tritte und die Hyung-Formen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Tang Soo Do
Über Tang Soo Do
Tang Soo Do ist ein koreanischer Karatestil, den Hwang Kee 1945 gründete. Der Name bedeutet wörtlich "Weg der Hand der Tang-Dynastie" und bekennt sich zu chinesischem wie japanischem Ursprung: Hwang Kee ging vom okinawischen Karate aus, das er aus japanischen Büchern studierte, und von chinesischen Stilen, denen er in der Mandschurei begegnete. Seine ursprüngliche Organisation hieß Moo Duk Kwan und war einer der neun Kwan des Nachkriegskoreas. Der historische Zusammenhang ist wesentlich: Die übrigen Kwan gingen in den 1950er und 1960er Jahren im Taekwondo auf, Hwang Kee lehnte ab, und Tang Soo Do blieb eigenständig. Deshalb steht es technisch dem japanischen Karate näher als dem modernen Taekwondo — festere Stände, aus dem Shotokan übernommene Kata (Pyung Ahn, Bassai, Naihanchi) und ein geringerer Anteil akrobatischer Tritte. Dennoch behält es die koreanische Tritttradition: Die Tritte sind hoch, häufig und technisch ausgebaut, nur werden sie neben der Karate-Handarbeit eingesetzt, nicht an deren Stelle. Das Gürtelsystem führt über Gup zu den Dan-Graden, traditionell mit mitternachtsblauem statt schwarzem Gürtel; Hwang Kee argumentierte, Schwarz sei endgültig, Blau dagegen bedeute Fortsetzung. Weltweit populär machte den Stil Chuck Norris, der in Korea darin den schwarzen Gürtel erwarb. Heute bestehen mehrere Organisationen, die sich darin unterscheiden, wie stark sie zum Karate oder zum Taekwondo neigen; vor der Anmeldung lohnt sich die Frage, welche Linie ein Verein übt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
