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Tang Soo Do

당수도

Ein koreanischer Karatestil, 1945 von Hwang Kee begründet. Er schöpft aus okinawanischem Karate und chinesischen Stilen; bekannt für hohe Tritte und die Hyung-Formen.

Wichtige Daten

GründerHwang Kee
HerkunftslandSüdkorea
Gründungsjahr1945
RegionAsien
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeHalbkontakt
GürtelsystemGürtel

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungGi erforderlich
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemGürtel
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenJa
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeBedeutend
TritteZentral
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenAm Rande

Kataloge & Datenbanken für Tang Soo Do

📜 Traditionelle Katas10 Einträge
👊 Technik-Datenbank9 Einträge

Über Tang Soo Do

Tang Soo Do ist ein koreanischer Karatestil, den Hwang Kee 1945 gründete. Der Name bedeutet wörtlich "Weg der Hand der Tang-Dynastie" und bekennt sich zu chinesischem wie japanischem Ursprung: Hwang Kee ging vom okinawischen Karate aus, das er aus japanischen Büchern studierte, und von chinesischen Stilen, denen er in der Mandschurei begegnete. Seine ursprüngliche Organisation hieß Moo Duk Kwan und war einer der neun Kwan des Nachkriegskoreas. Der historische Zusammenhang ist wesentlich: Die übrigen Kwan gingen in den 1950er und 1960er Jahren im Taekwondo auf, Hwang Kee lehnte ab, und Tang Soo Do blieb eigenständig. Deshalb steht es technisch dem japanischen Karate näher als dem modernen Taekwondo — festere Stände, aus dem Shotokan übernommene Kata (Pyung Ahn, Bassai, Naihanchi) und ein geringerer Anteil akrobatischer Tritte. Dennoch behält es die koreanische Tritttradition: Die Tritte sind hoch, häufig und technisch ausgebaut, nur werden sie neben der Karate-Handarbeit eingesetzt, nicht an deren Stelle. Das Gürtelsystem führt über Gup zu den Dan-Graden, traditionell mit mitternachtsblauem statt schwarzem Gürtel; Hwang Kee argumentierte, Schwarz sei endgültig, Blau dagegen bedeute Fortsetzung. Weltweit populär machte den Stil Chuck Norris, der in Korea darin den schwarzen Gürtel erwarb. Heute bestehen mehrere Organisationen, die sich darin unterscheiden, wie stark sie zum Karate oder zum Taekwondo neigen; vor der Anmeldung lohnt sich die Frage, welche Linie ein Verein übt.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

Chuojiao (Stechender Fuß)XilamKarateShito-ryuWadō-RyūSoo Bahk Do (Moo Duk Kwan)