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Morio Higaonna

東恩納盛男

Okinawanischer Meister des Goju-ryu-Karate (geb. 1938), Gründer der Föderation IOGKF von 1979 und Autor von Büchern über Goju-ryu, seit 2022 an der Spitze der Föderation TOGKF.

Auf einen Blick

Geburtsdatum25.12.1938
HerkunftslandJapanJapan
BerufSchullehrer

Biografie

Morio Higaonna ist ein okinawanischer Meister des Goju-ryu-Karate und Gründer der Internationalen Okinawa-Goju-ryu-Karate-do-Föderation (IOGKF). Er wurde am 25. Dezember 1938 geboren, laut Wikipedia in Naha.

Mit Karate begann er im Alter von vierzehn Jahren bei seinem Vater, einem Polizisten, der ihn in Shorin-ryu unterrichtete. Auf Empfehlung seines Freundes Tsunetaka Shimabukuro begann er laut IOGKF im Jahr 1955 mit Goju-ryu im Gartendojo des verstorbenen Chojun Miyagi unter der Leitung von An'ichi Miyagi. Er trainierte bis zu fünf Stunden täglich, ab 1957 im Jundokan, und im Jahr 1960 erhielt er den 3. Dan. Dann studierte er an der Takushoku-Universität in Tokio und unterrichtete im Dojo in Yoyogi.

Die IOGKF gründete er im Juli 1979, laut ihrer Berliner Website im englischen Poole, mit Unterstützung älterer Schüler von Chojun Miyagi. Im Jahr 1985 veröffentlichte er das dreibändige Buch Traditional Karate-do: Okinawa Goju Ryu und später The History of Karate: Okinawan Goju Ryu. Im Jahr 1987 gründete er laut Wikipedia das Haupt-Dojo der IOGKF in San Marcos in Kalifornien, und im Jahr 1988 leitete er eine Expedition in die Provinz Fujian auf den Spuren der Goju-ryu-Linie.

Im Juli 2012 übernahm er eine beratende Rolle und ernannte Tetsuji Nakamura zu seinem Nachfolger an der Spitze der IOGKF. Im Jahr 2013 erklärte ihn die Präfektur Okinawa zum Träger eines immateriellen Kulturguts im Bereich Karate. Im Jahr 2022 verließ er die IOGKF und gründete die Traditionelle Okinawanische Goju-ryu-Karate-do-Föderation (TOGKF).

Frühe Jahre

Morio Higaonna wurde am 25. Dezember 1938 geboren, Wikipedia nennt Naha. Mit Karate begann er im Alter von vierzehn Jahren, und laut IOGKF unterrichtete ihn sein Vater in Shorin-ryu, der laut dem israelischen Zweig der IOGKF Polizist war. Tsunetaka Shimabukuro, ebenfalls Schüler des Shorin-ryu, war sein Freund und Trainingspartner und empfahl ihm Goju-ryu. An der Oberschule unterrichtete er Karate in einem Klub. Zum Studium an der Takushoku-Universität ging er nach Tokio, laut dem israelischen Zweig im Jahr 1960, laut dem Berliner im Jahr 1957.

Ausbildung und Lehrer

Im Jahr 1955 begann er mit sechzehn Jahren laut IOGKF mit Goju-ryu im Gartendojo des verstorbenen Chojun Miyagi unter der Leitung von An'ichi Miyagi, Wikipedia nennt das Jahr 1954. Er trainierte bis zu fünf Stunden täglich und ab 1957 im neuen Gebäude des Jundokan. Den schwarzen Gürtel verlieh ihm laut dem israelischen Zweig Eiichi Miyazato im Jahr 1957. Im Jahr 1960 erhielt er bei der ersten offiziellen Prüfung auf Okinawa den 3. Dan.

Laut Wikipedia erhielt er im April 1966 den 5. Dan und am 29. Mai 1984 den 8. und 9. Dan, diese Daten haben wir in den Quellen der IOGKF nicht gefunden. Der israelische Zweig nennt den 10. Dan. In Tokio unterrichtete er im Dojo in Yoyogi, zu seinen Schülern gehörten dort Ogawa und Terauchi.

Beitrag und Neuerungen

Die IOGKF gründete er im Juli 1979 mit Unterstützung von Ken Miyagi, An'ichi Miyagi und anderen älteren Schülern von Chojun Miyagi. Ziel der Föderation war es, das traditionelle okinawanische Goju-ryu so zu bewahren, wie es Chojun Miyagi weitergegeben hatte. Laut der Berliner Website der IOGKF entstand sie im englischen Poole. Im Jahr 1972 führte er auf der Karate-Weltmeisterschaft in Paris eine Vorführung vor.

Im Jahr 1985 veröffentlichte er in Tokio das dreibändige Buch Traditional Karate-do: Okinawa Goju Ryu über Grundtechniken, Kata und ihre Anwendungen. Das Buch The History of Karate: Okinawan Goju Ryu fasst laut dem israelischen Zweig dreißig Jahre Forschung zusammen, Wikipedia nennt das Jahr 1996. Im Jahr 1982 eröffnete er ein Dojo in seinem Haus in Naha und im September 1987 das Haupt-Dojo der IOGKF in San Marcos in Kalifornien.

Philosophie und Prinzipien

Das offizielle Ziel der IOGKF, die er gegründet hat, ist es, das traditionelle okinawanische Goju-ryu so zu schützen und zu bewahren, wie es Chojun Miyagi weitergegeben hat. Eine belegte Äußerung von Higaonna selbst mit Buch oder Datum haben wir nicht gefunden. Aus der Betonung der unveränderten Weitergabe folgern wir, dass er Tradition als Verpflichtung zur Treue gegenüber den Kata und Methoden seiner Lehrer versteht.

Legenden und belegte Fakten

Oft wird die Aussage zitiert, Higaonna sei der gefährlichste Mann Japans im echten Kampf. Die Website der IOGKF schreibt sie Donn Draeger aus Briefen zu, die im Buch von John Jarvis zitiert werden, es ist also keine Äußerung von Higaonna. Wikipedia gibt an, dass er im Jahr 1995 die russische Kremlgarde und die Polizei unterrichtete, nennt aber keine Quelle, und anderswo haben wir es nicht gefunden.

Den ersten Lehrer nennen die Quellen unterschiedlich: Die IOGKF nennt den Vater, andere Websites Joken Shima oder einen Nachbarn. Unterschiedlich ist auch das Jahr des Weggangs nach Tokio, 1957 oder 1960, und der Ort seines Unterrichts in Japan.

Vermächtnis

Im Juli 2012 übernahm er in der IOGKF eine beratende Rolle und ernannte Tetsuji Nakamura zu seinem Nachfolger, das Haupt-Dojo der Föderation befindet sich heute in Burlington in Ontario. Im Jahr 2013 erklärte ihn die Präfektur Okinawa zum Träger eines immateriellen Kulturguts im Bereich Karate und Kobudo.

Im Jahr 2022 verließ er die IOGKF, und am 29. Oktober 2022 leitete er das erste Treffen der neuen Traditionellen Okinawanischen Goju-ryu-Karate-do-Föderation (TOGKF). Wikipedia führt unter Verweis auf eine Zeitschrift der IOGKF an, dass die Versöhnungsversuche gescheitert seien.

Lehrer, Schüler und Familie

Lehrer

Assoziierte Kampfkünste

KarateGroßmeister→

Okinawanische Schlagkunst, im 20. Jahrhundert zu japanischem Budo und olympischem Sport geformt. Sie ruht auf Kata sowie Hand- und Fußtechniken.

Goju-ryuMeister→

Okinawanischer Karate-Stil, den Chojun Miyagi gründete. Den Namen „hart-weich“ nahm er aus einem Vers des chinesischen Textes Bubishi, Erkennungszeichen ist die Atem-kata Sanchin.

Organisationen