Achille Marozzo
Bologneser Fechtmeister (1484–1553), Schüler von Guido Antonio di Luca und Autor des Traktats Opera Nova (1536) über den Kampf mit Schwert, Stangenwaffen und Duellen.
Auf einen Blick
ItalienBiografie
Achille Marozzo war ein Bologneser Fechtmeister und Autor des Traktats Opera Nova von 1536. Er wurde 1484 geboren, laut Wiktenauer in San Giovanni in Persiceto, laut der englischen Wikipedia wahrscheinlich in Bologna, und starb 1553 in Bologna.
Sein Vater war Lodovico Marozzo. Er lernte das Fechten in Bologna bei Guido Antonio di Luca, von dessen Schule er im Vorwort schrieb, dass aus ihr mehr Kämpfer hervorgegangen seien als aus dem Trojanischen Pferd. Ein weiterer Schüler di Lucas war Graf Guido Rangoni, dem Marozzo sein Werk widmete.
Opera Nova erschien am 23. Mai 1536 in Modena. In fünf Büchern beschreibt sie das Schwert mit Buckler, das Schwert mit Dolch, das Zweihandschwert, Stangenwaffen und Duelle. Nachdrucke erschienen 1546 in Bologna und 1550 in Venedig, die überarbeitete Ausgabe von 1568 bis 1569 bereitete sein Sohn Sebastiano mit Kupferstichen vor, und die letzte Ausgabe erschien 1615 in Verona.
Als Schüler nennt Wiktenauer Giovanni Battista da i Letti, Giacomo Crafter d'Agusta und den Sohn Sebastiano. Giovanni dall'Agocchie, Angelo Viggiani und Mercurio Spezioli wurden von seiner Lehre beeinflusst. Marozzo ist beim Bologneser Militärspital begraben.
Frühe Jahre
Achille Marozzo wurde 1484 geboren. Wiktenauer nennt als Ort San Giovanni in Persiceto, das zu Bologna gehörte, die englische Wikipedia wahrscheinlich Bologna. Sein Vater war Lodovico Marozzo, und sein Sohn Sebastiano war zugleich sein Schüler. 1531 erhielt er die Erlaubnis, ein Wasserrad zu bauen, das Wasser aus dem Fluss Reno schöpfte, wozu es diente, ist nicht klar.
Ausbildung und Lehrer
Er lernte das Fechten in Bologna bei Guido Antonio di Luca, dessen Name in den Abschriften variiert. Im Vorwort zur Opera Nova von 1536 lobt er seinen Lehrer mit den Worten, aus dessen Schule seien mehr Kämpfer hervorgegangen als aus dem Trojanischen Pferd. Ein weiterer Schüler di Lucas war Graf Guido Rangoni, Marozzos Gönner. Wiktenauer vermutet, dass Marozzo seinem Hof zugeordnet gewesen sein könnte.
Beitrag und Neuerungen
Die Opera Nova wurde erstmals in Modena gedruckt, das Kolophon nennt den 23. Mai 1536 und das Haus des Priesters Antonio Bergola. Das Werk ist Graf Guido Rangoni gewidmet und hat fünf Bücher über das Schwert mit Buckler, das Schwert mit Dolch, das Zweihandschwert, Stangenwaffen und Duelle. Das fünfte Buch verweist auf den Traktat De Duello von Paride del Pozzo. Die Holzschnitte der ersten Ausgabe stammen möglicherweise von Hans Sebald Beham. Die überarbeitete Ausgabe von 1568 bis 1569 bereitete der Sohn Sebastiano vor, und in Venedig druckte sie Antonio Pinargenti mit Kupferstichen von Giovanni Battista Fontana.
Legenden und belegte Fakten
Der Geburtsort ist umstritten, Wiktenauer nennt San Giovanni in Persiceto, die englische Wikipedia wahrscheinlich Bologna. Unsicher ist auch die Urheberschaft der Holzschnitte der ersten Ausgabe, die Wiktenauer nur vorsichtig Hans Sebald Beham zuschreibt. Bei Giovanni dall'Agocchie, Angelo Viggiani und Mercurio Spezioli lässt sich laut Wiktenauer nicht unterscheiden, ob es direkte Schüler waren oder nur Einfluss seiner Lehre vorlag. Eine Vermutung bleibt auch Marozzos Wirken am Hof des Grafen Rangoni.
Vermächtnis
Nachdrucke erschienen laut Miente Pietersma 1546 in Bologna, 1550 sowie 1567 bis 1568 in Venedig und die letzte Ausgabe 1615 in Verona. Als Schüler nennt Wiktenauer Giovanni Battista da i Letti, Giacomo Crafter d'Agusta und den Sohn Sebastiano. Giovanni dall'Agocchie, Angelo Viggiani und Mercurio Spezioli wurden von seiner Lehre beeinflusst, ob sie bei ihm studierten, ist nicht klar. Die englische Wikipedia führt an, dass Egerton Castle 1885 die Opera Nova als ein Werk beurteilte, das seiner Zeit weit voraus war. Ins Englische übersetzten den Traktat Heidi Ferguson und William Wilson. Marozzo starb 1553 in Bologna und ist beim Militärspital begraben.
Assoziierte Kampfkünste
Kata und Formen
Werke und Quellen
Zitate
Von seiner Schule lässt sich sagen, dass aus ihr mehr Kämpfer hervorgingen, als man je vom Trojanischen Pferd sagte.
della cui schola si può ben dire che sieno più guerrieri usciti … che del Troiano Cavallo non si soleva dir che fecero