Perisai Diri
Indonesischer Silat, 1955 in Surabaya gegründet. Er verband heimische Linien mit dem chinesischen Siauw Liem Sie und lehrt auf Hochindonesisch.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Perisai Diri
Perisai Diri, wörtlich „Schild des Selbst“, ist ein indonesischer Stil des Pencak Silat. Gegründet hat ihn Raden Mas Soebandiman Dirdjoatmodjo, geboren am 8. Januar 1913, der den Stil unter diesem Namen am 2. Juli 1955 in Surabaya mit Hilfe von Imam Ramelan förmlich begründete. Seine eigene Ausbildung war ungewöhnlich breit. Er lernte Silat bei Hasan Basri in Jombang und bei Sayid Sahab in Solo, dazu bei seinem Großvater Ki Jogosurasmo und bei Soegito in der Linie Setia Saudara. Entscheidend waren jedoch vierzehn Jahre bei Yap Kie San in Banyumas, wo er die chinesische Linie Siauw Liem Sie studierte. Gerade die Verbindung javanischer Linien mit chinesischer Grundlage gibt Perisai Diri seine Gestalt. Drei Dinge unterscheiden ihn von anderen indonesischen Schulen, und keines war in den 1950er Jahren selbstverständlich. Er verfasste den Lehrplan in Hochindonesisch statt auf Javanisch oder in mündlicher Überlieferung und machte ihn damit Schülern im ganzen Land zugänglich. Der Wahlspruch lautet Pandai Bersilat Tanpa Cedera, „Silat können ohne Verletzung“. Und der technische Grundsatz heißt Satu Detik Dua Gerak – eine Sekunde, mindestens zwei Bewegungen. Dieser Grundsatz ist der Kern des Stils: Es geht nicht um die Schnelligkeit einer einzelnen Technik, sondern darum, in der Zeit, die der Gegner für eine Bewegung braucht, zwei auszuführen – Abwehr und Antwort als ein Ganzes. Perisai Diri gehört zu den größten indonesischen Silat-Schulen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
