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Nhat Nam

Nhất Nam

Vietnamesische Kunst, ab 1983 von Ngô Xuân Bính aus Thanh-Nghệ-Traditionen vereinigt; stark in Russland und Weißrussland.

Wichtige Daten

GründerNgô Xuân Bính
HerkunftslandVietnam
Gründungsjahr1983
RegionAsien
HauptfokusGemischt

Charakter & Herkunft

LinieModerne Synthese
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenBedeutend

Über Nhat Nam

Nhất Nam ist eine vietnamesische Kampfkunst, die von 1983 an in Hanoi durch Ngô Xuân Bính ihre heutige Form erhielt. Dabei ging es nicht darum, ein neues System aus dem Nichts zu schaffen, sondern um eine Vereinigung: Ngô Xuân Bính sammelte und ordnete die Kampftraditionen der Region Thanh Nghệ, also der Provinzen Thanh Hóa und Nghệ An im nördlichen Teil Zentralvietnams. Das Ergebnis hielt er in den beiden Büchern Nhất Nam căn bản fest, was Grundlagen des Nhất Nam bedeutet und deren erster und zweiter Band den technischen Kanon der gesamten Kunst bilden. Die Wurzeln reichen noch tiefer: Vietnamesischen Quellen zufolge geht Nhất Nam auf eine Kunst namens Hét oder Hec zurück, die im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert in den Provinzen Thanh Hóa, Nghệ An und Hà Tĩnh geübt wurde, und der Name Nhất Nam wurde angenommen, nachdem ihre einzelnen Zweige vereinigt worden waren. Technisch beruht sie auf dem Grundsatz, dass der Schwächere den Stärkeren überwindet: Ein Angriff wird nicht angenommen, sondern so ausgewichen, dass er ins Leere läuft, und erst dann folgt ein Schlag gegen eine schwache Stelle. Nach Meister Đào Trung Hiếu arbeitet Nhất Nam mit niedrigen Stellungen, weicher Bewegung und Schnelligkeit und wendet die Kraft des Gegners gegen ihn selbst; sie wurde eigens für den Körperbau der Vietnamesen geschaffen. Das Training legt ebenso viel Wert auf die moralische Seite und auf Maß wie auf die körperliche Vorbereitung; Ngô Xuân Bính bemerkte dazu, Kampfkünste seien nicht Gewalt, sondern ein Weg zur Vervollkommnung und zur Übereinstimmung des Einzelnen mit der Gemeinschaft. Ungewöhnlich ist auch, wie die Kunst ins Ausland gelangte. In den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts ließ sie sich vor allem in Russland nieder und breitete sich von dort nach Litauen, Weißrussland und in die Ukraine aus; geübt wird sie auch in der Schweiz und im Vereinigten Königreich. In England besteht ein eigener Nhất-Nam-Verband, in der Schweiz der Verein L'association Suisse de Nhat-Nam.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

Bakti Negara (Balinesischer Silat)KapapAbir (Hebräische Kampfkunst)Perisai DiriSystemaCombato