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Nhat Nam

Nhất Nam

Vietnamesische Kampfkunst, die laut Presse Ngô Xuân Bính 1983 in Hanoi aus den võ-Hét-Schulen von Thanh Hóa und Nghệ An vereinte. Heute auch in Russland und anderswo in Europa verbreitet.

Wichtige Daten

GründerNgô Xuân Bính
HerkunftslandVietnam
Gründungsjahr1983
RegionAsien
HauptfokusGemischt

Charakter & Herkunft

LinieModerne Synthese
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenBedeutend

Über Nhat Nam

Nhất Nam ist eine vietnamesische Kampfkunst, die laut VietNamNet und der vietnamesischen Nachrichtenagentur VNA offiziell am 23. Oktober 1983 in Hanoi entstand. Laut VNA vereinte Ngô Xuân Bính damals verschiedene Hét-Kampfkunstschulen aus den Provinzen Thanh Hóa und Nghệ An und gab ihnen den Namen Nhất Nam. VOV World schreibt, Ngô Xuân Bính habe die Kunst 1983 wiederbelebt, und nennt eine Überlieferung, nach der die Schule seit dem 13. oder 14. Jahrhundert besteht.

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Die Kunst Hét, auch Hec genannt, ist laut VNA nach einem lauten Schrei beim Angriff benannt, der den Gegner einschüchtern und den Atem lenken soll. Der Kampfgrundsatz lautet laut VNA, auszuweichen und mit präzisen Schlägen auf empfindliche Punkte schnell zu treffen. Der Lehrplan umfasst Formen ohne Waffen, Waffen, innere und äußere Übungen sowie Gesundheitspflege mit Bezug zur traditionellen Medizin. VOV World zitiert den Meister Dao Trung Hieu, nach dem das Wesen der Kunst der Grundsatz ist, dass Schwäche die Stärke überwindet. Ngô Xuân Bính steht laut VNA dem Verband Nhất Nam in der Russischen Föderation und in Europa vor. Laut derselben Agentur setzte sich die Kunst in den neunziger Jahren in Russland durch und ist in der Ukraine, in Litauen, in Belarus, in der Schweiz und im Vereinigten Königreich präsent. Eine Eintragung von Nhất Nam in die nationale Liste des immateriellen Erbes Vietnams konnten wir nicht belegen.

Geschichte

VOV World gibt eine Überlieferung wieder, nach der Nhất Nam von der Kampfkunst Hét, auch Hec genannt, in den heutigen Provinzen Thanh Hóa, Nghệ An und Hà Tĩnh abstammt. Laut VNA beginnt die Geschichte von Nhất Nam bei der Kunst Hét in den Gebieten Chau Hoan und Chau Ai. Ngô Xuân Bính erzählt laut VietNamNet, dass Kaiser Quang Trung im Frühjahr 1789, als er über Thanh Hóa und Nghệ An nach Norden gegen die Heere der Qing zog, viele einheimische Kämpfer anwarb, und dass es in den alten Gebieten Ái und Hoan eine Kunst gab, mit der sich die Einheimischen gegen wilde Tiere und Feinde verteidigten.

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Laut der Zeitung Thế giới và Việt Nam lernte Ngô Xuân Bính das Kämpfen ab dem Alter von fünfzehn oder sechzehn Jahren in der Familientradition der Sippen Ngô und Trần. Mit zweiundzwanzig Jahren beteiligte er sich laut derselben Zeitung an einer Erforschung der Geschichte der vietnamesischen Kampfkünste, die das Generalamt für Körpererziehung und Sport leitete, und zwei Jahre später vereinte er die Familienschulen und Richtungen der Kunst Hét aus der Region Thanh Nghệ zur Schule Nhất Nam. VietNamNet schreibt, dass die Schule am 23. Oktober 1983 in Hanoi offiziell gegründet wurde, als Ngô Xuân Bính an der Zentralen Pädagogischen Schule für Musik und Bildende Kunst Kunsterziehung unterrichtete. Laut VietNamNet reiste Ngô Xuân Bính 1992 auf Einladung des Wushu-Verbands und weiterer vietnamesischer Schulen nach Belarus, danach entstanden Clubs in Russland, Belarus, Litauen und der Ukraine. Die Zeitung Thế giới và Việt Nam gibt an, dass er schon 1990 in die Sowjetunion gegangen sei.

Was es unterscheidet

Laut VnExpress hat Ngô Xuân Bính die Techniken in der Schule Nhất Nam vereint, die nach seinen Worten rein vietnamesisch ist, ohne Beimischung fremder Kampfkünste. Laut VNA zeichnet die Kunst Hét, auf der Nhất Nam beruht, ein kräftiger Schrei beim Angriff aus.

Technik

Das Kampfprinzip von Nhất Nam lautet laut VNA, auszuweichen und mit präzisen, wirksamen Schlägen auf empfindliche Punkte schnell zu treffen. Laut VietNamNet entwickelte Ngô Xuân Bính im Hinblick auf die kleine Statur der Vietnamesen Techniken des Ausweichens vor Schlägen, des schnellen Schlags und des Aufspürens verwundbarer Stellen des Gegners. Meister Dao Trung Hieu beschreibt das Wesen der Kunst laut VOV World als den Grundsatz, dass Schwäche die Stärke überwindet, der Übende weicht aus, damit der Angriff des Gegners scheitert, und nutzt die Gelegenheit zum Schlag. VnExpress beschreibt die Technik tay xà, die das Werfen, Peitschen, Verflechten und Winden der Pythons aus der Region Thanh Nghệ nachahmt, und die Technik tay trảo, bei der der Daumen wie der Sporn eines Hahns zur Seite zeigt und die übrigen Finger auf die Punkte huyệt. Das System umfasst laut VNA Formen ohne Waffen, Waffen, innere und äußere Übungen und Gesundheitspflege in enger Verbindung mit der traditionellen Medizin und den Akupunkturpunkten.

Training

Laut VnExpress lernen die Schüler von Nhất Nam thập bát võ nghệ und siebzehn weitere Waffenarten und folgen dem Leitspruch, auszuweichen, schnell zu schlagen und die empfindliche Stelle genau zu treffen. Der Club Yên Hòa in Hanoi ist laut VOV World kostenlos, wurde von Dao Trung Hieu und Pham Hai Hung gegründet, und die Schüler trainieren jeden Mittwoch und Samstag am Nachmittag. Die Meister lehren dort laut derselben Quelle die Bedeutung von Moral und Mäßigung. VNA gibt an, dass Nhất Nam an einigen Schulen außerhalb des Lehrplans unterrichtet wird, zum Beispiel an der Grundschule Hoang Quy.

Heute

Laut VNA ist Ngô Xuân Bính Vorsitzender des Verbands Nhất Nam in der Russischen Föderation und in Europa. Laut VNA fasste die Kunst in den neunziger Jahren in Russland Fuß und ist in der Ukraine, Litauen, Belarus, der Schweiz und im Vereinigten Königreich vertreten. Die Tageszeitung Thế giới và Việt Nam nannte 2019 vier nationale Verbände in Russland, Belarus, Litauen und der Ukraine. Aktive Webseiten von Verbänden in der Schweiz und im Vereinigten Königreich konnten wir nicht belegen. In Vietnam entstand laut VNA in der Provinz Thanh Hóa ein Zweig von Nhất Nam unter Leitung von Großmeister Tran Dung. Eine Eintragung von Nhất Nam in die nationale Liste des immateriellen Erbes Vietnams konnten wir nicht belegen.

Wissenswertes

Das Buch Nhất Nam căn bản von Ngô Xuân Bính erhielt laut VietNamNet den Preis für das wertvollste und schönste Sportbuch auf der Ausstellung der Verlage sozialistischer Länder in Polen im Juni 1989. Die Tageszeitung Thế giới và Việt Nam datiert die Auszeichnung der ersten beiden Bände auf 1988 und schrieb 2019, das Buch habe fünf Bände und der Autor plane zehn. Zum 25. Jubiläum der Schule veranstaltete Ngô Xuân Bính laut VietNamNet im Oktober 2008 ein Treffen im Literaturtempel Văn Miếu-Quốc Tử Giám in Hanoi. Laut VOV World sagt er, dass Kampfkunst nicht von Gewalt handle, sondern ein Weg zur Vollkommenheit und zur Harmonie von Einzelnem und Gemeinschaft sei.

Häufige Fragen

Wer hat Nhất Nam gegründet?

Ngô Xuân Bính. Laut VNA vereinte er am 23. Oktober 1983 in Hanoi die Schulen der Kunst Hét aus Thanh Hóa und Nghệ An und gab ihnen den Namen Nhất Nam. VOV World schreibt, er habe die Kunst wiederbelebt.

Was bedeutet Hét?

Laut VNA heißt so die Kunst, von der Nhất Nam abstammt, nach dem lauten Schrei beim Angriff. Der Schrei soll den Gegner einschüchtern und den Atem lenken.

Wo wird Nhất Nam geübt?

In Vietnam, zum Beispiel in Hanoi und in der Provinz Thanh Hóa. Laut VNA ist es auch in Russland, der Ukraine, Litauen, Belarus, der Schweiz und im Vereinigten Königreich vertreten.

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