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Muso Shinden-ryu

夢想神伝流

Eine Schule des iai, die Nakayama Hakudo in den dreißiger Jahren aus der Tosa-Linie des Eishin-ryu ordnete. Eine der größten Schulen des iaido, technisch nah an Muso Jikiden Eishin-ryu.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusWaffen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringNur Partnerübungen
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKein Kindertraining
SeniorenfreundlichAuch für Senioren geeignet
Körperliche Anforderung2/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung2/5
Konditioneller Nutzen3/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Muso Shinden-ryu

👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge
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Über Muso Shinden-ryu

Muso Shinden-ryu ist eine Schule des iai, die Nakayama Hakudo in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ordnete. Eine Studie in einer japanischen Zeitschrift für Sportanthropologie von 2017 nennt sie zusammen mit Muso Jikiden Eishin-ryu als die zwei größten Schulen des iaido. Beide gehen ihr zufolge auf eine einzige Tosa-Schule zurück: Muso Shinden-ryu auf den Zweig Shimomura-ha, Eishin-ryu auf den Zweig Tanimura-ha, und ihre Technik unterscheidet sich kaum.

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Nakayama Hakudo (1873–1958) lernte laut der Enzyklopädie Nipponica das iai der Schulen Omori-ryu und Hasegawa Eishin-ryu bei Hosokawa Yoshimasa und bei einem weiteren Tosa-Lehrer. Laut einem Artikel in der Zeitschrift der Japanese Academy of Budo von 1968 verwendete er den Namen der Schule im Mai 1933 bei Vorführungen des Dai Nippon Butokukai zum ersten Mal öffentlich. Nipponica nennt ebenfalls das Jahr 1933, in dem Nakayama 42 kata zusammenstellte und Muso Shinden-ryu nannte. Die englischsprachige Wikipedia gibt für die Schule das Jahr 1932 an. Das Wörterbuch Daijisen Plus schreibt, der Name habe sich erst nach Nakayamas Tod gefestigt, als sich seine Schüler darauf einigten. Laut Nipponica hatte die Reihe von 1933 drei Abschnitte: shoden aus der Schule Omori-ryu mit elf kata aus seiza, chuden aus Hasegawa Eishin-ryu mit zehn kata aus tatehiza und oku-iai mit acht kata zawaza und dreizehn kata tachiwaza. Spätere Quellen nennen die Zahlen leicht abweichend. Nakayama war damals laut Nipponica der einzige Träger des Titels hanshi im iaijutsu des Dai Nippon Butokukai, und sein Einfluss reicht deshalb bis in das heutige iaido.

Geschichte

Nakayama Hakudo wurde laut dem biografischen Wörterbuch Nichigai 1873 in der Präfektur Ishikawa geboren und starb am 14. Dezember 1958. Das Geburtsjahr 1873 nennt auch Nipponica. Laut Nipponica wirkte er im Tokioter dojo Yushinkan und lernte das iai der Schulen Omori-ryu und Hasegawa Eishin-ryu bei den Tosa-Lehrern Hosokawa Yoshimasa und einem zweiten Lehrer, dessen Namen die Quellen unterschiedlich angeben. Vom Dai Nippon Butokukai erhielt er 1920 den Titel hanshi im kendo und iaijutsu und 1927 in der Kunst des Stabes.

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Ein Artikel in der Zeitschrift der Japanese Academy of Budo von 1968 gibt an, dass Nakayama Hosokawa ab 1916 zur Erforschung der iai-Techniken einlud und dass Hosokawa der führende Schüler des Lehrers war, der die Linie Shinden-ryu richtig weitergegeben hatte. Im Mai 1933 führte Nakayama laut dem Artikel bei Vorführungen des Dai Nippon Butokukai aus eigener Initiative Muso Shinden-ryu battojutsu zum ersten Mal öffentlich vor und benannte es, und seitdem verbreitete sich die Schule in ganz Japan. Nipponica gibt für dasselbe Jahr an, dass Nakayama eine Reihe von 42 kata zusammenstellte und Muso Shinden-ryu nannte. Die englischsprachige Wikipedia nennt für die Schule das Jahr 1932. Martial Arts of the World setzt die Entstehung des iaido als neue Kunst auf 1932 und ordnet Nakayama Muso Jikiden Eishin-ryu zu. Der Name der Schule war laut dem Wörterbuch Daijisen Plus anfangs nicht gefestigt. Nakayama nannte sie auch Hasegawa Eishin-ryu oder Omori-ryu, und den Namen Muso Shinden-ryu vereinheitlichten erst seine Schüler nach seinem Tod. Der Artikel von 1968 ergänzt, dass alle Teilnamen der Linie auf die Schwertkunst von Hayashizaki Jinsuke Shigenobu zurückgehen. Die englischsprachige Wikipedia hält es für wahrscheinlich, dass der Name von der Bezeichnung Muso Shinden Eishin-ryu stammt, die Hosokawa dem Zweig Shimomura gab.

Was es unterscheidet

Von Muso Jikiden Eishin-ryu unterscheidet sich Muso Shinden-ryu durch die Linie, nicht durch den Ursprung. Laut einer Studie in einer japanischen Zeitschrift für Sportanthropologie von 2017 sind beide heutige Zweige einer einzigen Tosa-Schule, Eishin-ryu aus dem Zweig Tanimura-ha und Shinden-ryu aus dem Zweig Shimomura-ha, und ihre Technik unterscheidet sich kaum. Sechs der zehn kata von Hasegawa Eishin-ryu führt man laut derselben Studie wie in Omori-ryu aus. Laut der englischsprachigen Wikipedia sind die sichtbarsten Unterschiede das Heben des Schwertes über den Kopf, bei dem das Schwert in Muso Shinden-ryu über den Schultern bleibt und nicht hinter den Rücken fällt, und das Zurückführen des Schwertes in die Scheide, noto, waagerecht mit der Schneide nach außen. Die japanische Wikipedia ergänzt, dass manche Linien im oku-iai auch die kata von Muso Jikiden Eishin-ryu weitergeben, sodass Reihenfolge und Zahl der Techniken abweichen. Vom kendo unterscheidet sich das iaido laut der Studie von 2017 dadurch, dass die Übenden meist einer bestimmten Schule angehören, im kendo aber der Begriff der Schule fast verschwunden ist.

Technik

Die Reihe, die Nakayama laut der Enzyklopädie Nipponica 1933 ordnete, hatte 42 kata in drei Abschnitten. Shoden übernimmt die Schule Omori-ryu, wird aus seiza geübt und hatte elf kata. Eine Studie in einer japanischen Zeitschrift für Sportanthropologie von 2017 gibt an, dass Omori-ryu der Überlieferung nach ein Schwertkämpfer der Schule Shinkage-ryu zusammenstellte. Chuden übernimmt Hasegawa Eishin-ryu und wird aus tatehiza geübt. Laut derselben Studie hat es zehn kata: yokogumo, toraissoku, inazuma, ukigumo, yamaoroshi, iwanami, urokogaeshi, namigaeshi, takiotoshi und nukiuchi. Oku-iai hatte laut Nipponica acht kata zawaza und dreizehn kata tachiwaza. Spätere Quellen zählen anders. Die englischsprachige Wikipedia nennt im shoden zwölf kata, weil Nakayama laut seinen Erinnerungen eine Variante hinzufügte, und im okuden neun kata im Sitzen und zwölf im Stehen. Die japanische Wikipedia gibt an, dass Namen, Zahl und Reihenfolge der Techniken je nach Lehrer abweichen. Der Artikel in der Zeitschrift der Japanese Academy of Budo von 1968 beschreibt das iai so, dass es immer als Erstes angreift und keine Abwehrtechniken kennt. Als Einzelübung ohne Partner ist es ihm zufolge von außen schwer zu verstehen, stimmt aber im Hinblick auf das Schwertfechten zu zweit völlig mit dem kendo überein.

Training

Kern des Trainings sind einzelne kata ohne Partner in drei Abschnitten, aus seiza, aus tatehiza und im oku-iai im Sitzen und Stehen. Laut der englischsprachigen Wikipedia gehören zum Lehrplan auch die Partnerübungen kumitachi, die aber heute selten unterrichtet werden, meist zwei Reihen, Tachi Uchi no Kurai und Tsume Iai no Kurai, mit je zehn Formen. Die japanische Wikipedia schreibt, Nakayama habe das iai nur fortgeschrittenen Schülern und hochgestellten Personen gelehrt, weshalb nur wenige die vollständige Überlieferung erhielten.

Heute

Muso Shinden-ryu ist laut einer Studie in einer japanischen Zeitschrift für Sportanthropologie von 2017 zusammen mit Muso Jikiden Eishin-ryu eine der zwei größten Schulen des iaido. Martial Arts of the World (2001) bezeichnet sie als die zwei beliebtesten. Eine eigene Organisation, die die Schule leiten würde, konnten wir in den Fachquellen nicht finden. Die Studie von 2017 gibt an, dass Übende des iaido meist einer Schule angehören. Die japanische Wikipedia schreibt, dass Muso Shinden-ryu die Entstehung des iai des All Japan Kendo Federation nach dem Krieg stark beeinflusste, heute im iaido die meisten Übenden hat und vor allem in der Region Kanto stark ist. Nakayama war laut der Enzyklopädie Nipponica 1933 der einzige Träger des Titels hanshi im iaijutsu des Dai Nippon Butokukai, und sein Einfluss reicht bis in das heutige iaido.

Wissenswertes

Nakayama Hakudo hatte laut dem biografischen Wörterbuch Nichigai drei Titel hanshi, in der Schwertkunst, im iaijutsu und in der Kunst des Stabes, was seit der Meiji-Zeit beispiellos war. Der Artikel in der Zeitschrift der Japanese Academy of Budo von 1968 nennt ihn einen Schwertheiligen und gibt an, dass er spät nachts und im Morgengrauen mit dem Schwert übte. Die Studie von 2017 gibt an, dass die Überlieferung, nach der Hayashi Rokudayu Morimasa (1662–1732) Omori-ryu übernahm, weil es sich von seiner Schule kaum unterschied, durch die Ähnlichkeit von sechs der zehn kata gestützt wird.

Häufige Fragen

Wer gründete Muso Shinden-ryu?

Nakayama Hakudo (1873–1958). Laut dem Artikel von 1968 und der Enzyklopädie Nipponica benannte und präsentierte er die Schule 1933, die englischsprachige Wikipedia nennt das Jahr 1932.

Was ist der Unterschied zwischen Muso Shinden-ryu und Muso Jikiden Eishin-ryu?

Beide Schulen sind laut der Studie von 2017 Zweige einer einzigen Tosa-Schule, Shinden-ryu aus dem Zweig Shimomura-ha und Eishin-ryu aus dem Zweig Tanimura-ha, und ihre Technik unterscheidet sich kaum.

Wie viele kata hat Muso Shinden-ryu?

Die Reihe von 1933 hatte laut Nipponica 42 kata in drei Abschnitten. Spätere Quellen nennen die Zahlen leicht abweichend, und die japanische Wikipedia schreibt, dass sie je nach Lehrer abweichen.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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