Muay Lopburi
มวยลพบุรีDer älteste der vier Muay-Boran-Kreise, mit den Mon von Dvaravati verbunden. Er baut auf Schnelligkeit und Beweglichkeit statt auf Schlagkraft wie Korat.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Muay Lopburi
Über Muay Lopburi
Muay Lopburi ist einer der vier regionalen Kreise, in die sich das Muay Boran, der Vorläufer des heutigen Muay Thai, gliedert. Den Namen trägt es nach der Stadt Lopburi in Zentralthailand, und die Quellen verbinden es mit den Mon des Dvaravati-Reiches — der Bevölkerung, die in der Gegend lange vor dem siamesischen Staat lebte. Es gilt deshalb meist als der älteste der vier Kreise. Bislang war in diesem Eintrag Phraya Phichai als Gründer und das Jahr 1770 verzeichnet. Beides wurde entfernt. Phraya Phichai (1741–1782) ist eine reale und gut belegte Gestalt: ein Adliger mon-stämmiger Herkunft, der sich mit einem Sieg über den Champion Nai Hao einen Namen machte, unter König Taksin Heerführer wurde und nach dessen Sturz um die eigene Hinrichtung bat, um seinem König zu folgen. Mit Lopburi ist er jedoch nicht verbunden — er gehört zum nördlichen Kreis und zum Muay Thasao. Das Jahr 1770 liegt zudem mitten in seinem Leben, nicht am Anfang eines Stils. Den Lopburi-Kreis kennzeichnen Schnelligkeit und Beweglichkeit. Der Boxer sucht den Gegner abzulenken, meidet den geraden Schlagabtausch und will treffen, bevor der andere seinen Stand gefunden hat. Gegenüber der Korat-Schule, die auf die Wucht weit geführter Schläge aus der Distanz baut, ist das die entgegengesetzte Strategie. Fairerweise ist zu ergänzen, dass die Einteilung in vier Regionalstile selbst eine spätere Ordnung ist. Den Begriff Muay Boran brachte erst Großmeister Khet Sriyaphai im 20. Jahrhundert in breiten Umlauf.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
