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Tsuken Akachu no Eku De

Tsuken Akachu no Eku di

Wörtlich: „Eku-Techniken des roten Mannes aus Tsuken“

Auch bekannt als: Chikin Akachu no Eku Di, Tsuken Akachu no Eku di, Tsukenakachu no Ekubo, Tsuken Akachu no Eiku De

Kata mit dem okinawanischen Eku-Ruder der Schule Matayoshi Kobudo, benannt nach dem roten Mann von Tsuken. Bekannt für den Sandwurf ins Auge des Gegners mit dem Ruderblatt.

Auf einen Blick

Kampfkünste
Waffen
Persönlichkeiten
FormtypKata

Über die Kata

Tsuken Akachu no Eku De ist eine Kata mit dem Eku, dem okinawanischen Ruder, das sich das Kobudo als Waffe angeeignet hat. Frederick Lohse führt sie in einem Artikel über Matayoshi Kobudo (Meibukan Magazine, 2007) als die einzige Eku-Kata dieser Schule an. Als ihr Erkennungszeichen gilt der Sandwurf: Der Übende schöpft mit dem Blatt des Ruders Sand und schleudert ihn dem Gegner in die Augen. Laut Lohse gilt sie der Familie Matayoshi als gutes Beispiel der Familientechniken. Matayoshi Shinchin soll darin am meisten geglänzt haben, und das Eku war seine liebste Waffe. Sein Sohn Matayoshi Shinko, 1888 in Naha geboren, lernte sie als Junge von seinem Vater und von seinem Großvater Shintoku; sein Wissen über das Ruder vertiefte er später bei Agena Chokuba, einem Freund seines Vaters. Shinkos Sohn Matayoshi Shinpo hielt sie für seine liebste Form und führte sie bei Vorführungen am häufigsten vor. Die Kata ist auch in der offiziellen WUKF-Liste der Kobudo-Kata verzeichnet, unter dem Namen Tsukenakachu no Ekubo. Die Anzahl der Bewegungen und der Kiai-Rufe konnten wir in den Quellen nicht belegen.

Die Kata in den Stilen

StilName im StilBewegungenKiai
Okinawanisches KobudoTsukenakachu no Ekubo——
Matayoshi KobudoTsuken Akachu no Eku di——

Bedeutung des Namens

Lohse deutet den Namen als Eku-Techniken des roten Mannes aus Tsuken. Tsuken ist eine kleine Insel, heute Teil der Stadt Uruma; in okinawanischer Lesung Chikin, daher die Schreibweise Chikin Akachu no Eku Di, die die englische Wikipedia verwendet. Warum „roter Mann", darüber gehen die Quellen auseinander. Laut Lohse handelte es sich um einen Fischer namens Azato, den man Akachu nannte, weil sein Gesicht von der Sonne verbrannt war. Christian Faurillon (karatehistorique) erzählt die Inselsage nach einem Bilderbuch von Gima Hiroshi (2013) anders: Der junge Asato behauptete vor dem König, ein roter übernatürlicher Mann habe ihm den Stockkampf beigebracht, um den wahren Meister nicht zu verraten, den der König einst zum Tode verurteilt hatte.

Urheber und Geschichte

Laut Lohse erlernte Azato die Bo-Stocktechniken vom verbannten Krieger Tsuken Oyakata Seisoku und leitete erst daraus die Arbeit mit dem Ruder ab. Faurillon setzt Tsuken Oyakatas Abreise auf die Insel Tsuken auf etwa 1625; diese Datierung bezeichnet die Quelle selbst als nicht überprüfbar. Laut Lohse gelangten die Eku-Techniken auf zwei Wegen ins Matayoshi Kobudo: durch Familientradition und über Agena Chokuba, auch bekannt als Gushikawa Tigaguwa, bei dem Matayoshi Shinko auch Sai und Kama lernte.

Unterschiede zwischen den Stilen

Mit dem Ruder aus Tsuken wird auch Chikin Sunakake no Eku geübt, deren Name auf das Sandwerfen verweist. Die offizielle WUKF-Liste führt sie als eigenen Eintrag (Chikin Sunakake, auch Tsukensunakake no Ekkubo) neben Tsukenakachu no Ekubo. Die brasilianische Gruppe Ryukyu Kobudo Hozon Yoshukan ordnet sie der Linie Yabiku Moden zu, nicht Matayoshi. Faurillon führt beide Formen unter den Eku-Techniken aus Tsuken auf. Ob es sich um zwei Versionen einer Kata oder um eigenständige Formen mit gemeinsamer Wurzel handelt, konnten wir in den Quellen nicht belegen.

Wettkampfeinstufung

  • WUKF (Weltunion der Karate-Do-Verbände) – Okinawanisches Kobudo — Offizielle Kata-Liste ↗
Weitere Quellen zum Thema (7)
  1. kodokanboston.org/wp-content/uploads/2014/02/meibukanmagazine-no-9_matayos…
  2. en.wikipedia.org/wiki/Matayoshi_Kobudo
  3. en.wikipedia.org/wiki/Eku
  4. jundokan-federation.com/doc/wukf_kobudo_kata_list-en.pdf
  5. ryukyushimpo.jp/news/prentry-216055.html
  6. karatehistorique.wordpress.com/tag/津堅親方
  7. ryukyukobudo.com.br/kobudo/kata-tradicionais