Film
Fighter in the Wind
Originaltitel: Baramui paiteo바람의 파이터
2004Südkorea120 Min.Action · Biografie · Drama
Südkoreanischer Film von Yang Yun-ho aus dem Jahr 2004, frei nach der Jugend von Masutatsu Oyama, dem Begründer des Kyokushin; Vorlage war ein koreanischer Comic.
Fighter in the Wind (koreanisch 바람의 파이터, Baramui paiteo) ist ein südkoreanischer Film des Regisseurs Yang Yun-ho, der am 12. August 2004 Premiere hatte. Er erzählt frei von der Jugend des Koreaners Choi Bae-dal, in Japan als Masutatsu Oyama bekannt, und davon, wie er sich im Japan der Nachkriegszeit einen Namen erkämpfte und die Grundlagen des Kyokushin legte. Das ganze Leben des Begründers erfasst er nicht; das Ende des Films verweist auf dessen spätere Legenden. Vorlage war nach koreanischen Quellen der Comic Baramui paiteo von Bang Hak-gi, der in der Tageszeitung Sports Seoul erschien. Die englische Wikipedia und einige Kritiken nennen als Vorlage den japanischen Manga Karate Baka Ichidai; dieser ist jedoch ein eigenständiges Werk über Oyama und taucht in den koreanischen Quellen zum Film nicht als Vorlage auf. Ein großer Teil des Films wird auf Japanisch gesprochen. Die Hauptrolle sollte ursprünglich der Sänger Rain spielen; nach Verzögerungen übernahm sie Yang Dong-geun. Der Regisseur sagte in einem Interview, er wolle keine falsche Action, sondern authentische Bewegung, und verglich Choi Bae-dal mit Wong Fei-hung als Helden der Zeit der japanischen Herrschaft. Der Kampf gegen zehn Gegner aus dem dojo wurde im Museum Meiji Mura in der Präfektur Aichi gedreht. In den koreanischen Kinos sahen den Film im Jahr 2004 insgesamt 2 346 446 Zuschauer; die Laufzeit beträgt 120 Minuten.
Kampfkünste im Werk
Kampfchoreografie
Die Kampfregie führten nach koreanischen Quellen Yang Kil-young und Lee Hong-pyo; den Stil der Action berieten sie laut dem Herausgeber des Films mit Kim Kyung-hun, einem Vertreter des Kyokushin in Korea. Einige englische Kritiken schreiben die Choreografie Jung Doo-hong zu, der im Film Oyamas Mentor Beom-su spielt; koreanische Quellen nennen ihn nicht als Choreografen. Yang Dong-geun hatte zuvor kein Kyokushin trainiert. Nach eigenen Worten absolvierte er vor den Dreharbeiten nur drei bis vier Tage Training in der Filiale des Kyokushin in Busan, erhielt vom Regisseur Videos und Bücher über Choi Bae-dal und stemmte während der Dreharbeiten Hanteln und trainierte Tritte. Die Beweglichkeit gaben ihm nach eigener Aussage Rap und Hip-Hop-Tanz.
Wirklichkeit und Fiktion
Der Film übernimmt Legenden, die Oyamas Lebensgeschichte begleiten. Oyamas Schüler behaupteten, er habe gegen 52 Stiere gekämpft; ein Teil seiner ehemaligen Schüler bezeichnete dies später als Legendenbildung, und ein gedrehtes Video sei ihnen zufolge inszeniert gewesen. Für den Kampf gegen hundert Gegner hintereinander (hyakunin kumite), auf den der Film am Ende verweist, haben wir keinen unabhängigen Beleg gefunden. Laut Oyamas Biografien trainierte er zurückgezogen in den Bergen, vierzehn Monate auf dem Berg Minobu und danach achtzehn Monate auf dem Berg Kiyosumi; andere Quellen nennen insgesamt etwa drei Jahre.
Personen und Kampfkünste
- Masutatsu Oyamareale Person, von der das Werk handelt· Kyokushin (übt die kunst selbst aus)
- Yang Yun-hoRegie
- Yang Kil-youngAction-Regie· Kyokushin
- Lee Hong-pyoAction-Regie· Kyokushin
- Yang Dong-geunDarsteller — als Choi Bae-dal· Kyokushin (stellt die kunst in der rolle dar)
- Kim Kyung-hunFachberater· Kyokushin (übt die kunst selbst aus)
Produktion
IVision Entertainment