Defendo
Skandinavisches Selbstverteidigungssystem von Jyrki Saario aus dem Jahr 2005: einfache Lösungen aus natürlichen Reaktionen, vier Programme.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Defendo
Über Defendo
Scandinavian Defendo ist ein Selbstverteidigungssystem, das der Finne Jyrki Saario im Jahr 2005 zusammen mit der Organisation Defendo Alliance gründete. Saario trainierte vierzig Jahre lang und durchlief dabei Kickboxen, Thaiboxen, Grappling, Judo, Boxen, brasilianisches Jiu-Jitsu, Krav Maga, Kapap, mehrere Karate-Stile, Wing Chun und Kyusho; zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts erwarb er den fünften Dan im Kickboxen bei der WAKO. Zu unterrichten begann er bereits in den frühen achtziger Jahren, war Mitbegründer des schwedischen Kickboxverbands und eröffnete in Göteborg einen der ersten schwedischen Fight-Clubs. 1994 traf er Imi Lichtenfeld, den Schöpfer von Krav Maga, und brachte dieses System 1996 in die skandinavischen Länder; ab 2000 schulte er Sicherheitspersonal. Sein eigenes System beruht auf Einfachheit. Geübt werden Lösungen, die aus natürlichen Reaktionen abgeleitet sind und daher keine sportliche oder kämpferische Vorbildung erfordern, und die Ausbildung berücksichtigt bewusst Stress sowie die Form, die Straßengewalt in Europa annimmt. Defendo gliedert sich in vier Programme, je nachdem, für wen sie bestimmt sind: Rot für Zivilisten, Blau für Polizei und Sicherheitskräfte, Grün für Militär und Kampf im bebauten Gebiet und Weiß für Rettungskräfte und medizinisches Personal. Der zivile rote Zweig umfasst sechs Stufen, von Hard Target über Combat Tech bis hin zu S.T.A.R., das sich auf Situationen mit Waffen konzentriert; die Zertifizierung für Hard Target erfordert rund fünfzig Ausbildungsstunden. Die Saario Academy veranstaltet jedes Jahr Events in sieben europäischen Ländern.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
