Seiken
正拳
Schlagfläche der Faust im Karate: die Knöchel von Zeige- und Mittelfinger. Wörtlich „richtige Faust“, Grundlage der geraden Schläge zuki.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Seiken (正拳) bedeutet „richtige Faust“: sei heißt richtig, ken Faust. Im Karate bezeichnet es die Vorderseite der geballten Faust, genauer die Knöchel von Zeige- und Mittelfinger, die bei einem geraden Schlag auf das Ziel treffen. Der Daumen wird beim Ballen der Faust von außen über Zeige- und Mittelfinger gelegt, niemals in die Faust hinein. Seiken ist die grundlegende Schlagfläche für die meisten geraden Schläge zuki: choku-zuki auf der Stelle, oi-zuki mit Schritt und gyaku-zuki mit der hinteren Hand. Der Name der Fläche erscheint oft direkt im Namen der Technik, etwa bei seiken choku-zuki. An dieser harten Schlagfläche wird in traditionellen Schulen durch Schläge auf das makiwara gearbeitet.
Beziehungen zu anderen Begriffen
Siehe auch
Rücken der geballten Faust, wörtlich „umgekehrte Faust“. Im Karate führt man damit den Schnappschlag uraken-uchi, meist auf Gesicht oder Schläfe.
Makiwara巻き藁Okinawanisches Schlagbrett, wörtlich „aufgerolltes Stroh“. Am federnden Pfosten mit Polster werden Schläge geübt und die Schlagflächen abgehärtet.