Kamae
構え
Kampfhaltung und Bereitschaftsstellung in den japanischen Kampfkünsten. Im Kendo unterscheidet man fünf Grundkamae, von Chudan bis Waki.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Kamae (構え) ist ein Substantiv vom Verb kamaeru, sich bereitmachen, eine Stellung einnehmen. Es bezeichnet die Kampfhaltung: eine Haltung von Körper, Armen oder Waffe, aus der der Übende sofort angreifen oder sich verteidigen kann. Es umfasst auch die geistige Bereitschaft. Im Kendo unterscheidet man fünf grundlegende Kamae: chudan, mit der Schwertspitze auf die Kehle des Gegners, jodan, mit dem Schwert über dem Kopf, gedan, mit der Spitze nach unten, hasso, mit dem Schwert an der Schulter erhoben, und waki, mit dem Schwert nach hinten zur Seite gezogen. Im Karate geht man auf das Kommando kamaete in die Kampfhaltung über.
Beziehungen zu anderen Begriffen
Siehe auch
Der Abstand zwischen Gegnern, aus dem man treffen oder ausweichen kann. Es geht nicht nur um Meter, sondern auch um die Zeit, die ein Angriff für die Strecke braucht.
Kamaete構えてDas Kommando „nehmt die Kampfhaltung ein“. Im Karate fordert der Trainer oder Kampfrichter die Übenden damit auf, in die Kampfstellung kamae zu gehen.
Gedan下段Untere Höhenstufe, auf die eine Technik zielt: von der Taille abwärts. Die bekannteste Technik mit diesem Wort ist die Abwehr gedan barai.
Jodan上段Obere Höhenstufe, auf die eine Technik zielt: Kopf, Gesicht und Hals. Im Kendo heißt so auch die Haltung mit dem über den Kopf erhobenen Schwert.
Chudan中段Mittlere Höhenstufe, auf die eine Technik zielt: der Rumpf vom Hals bis zur Taille. Im Kendo heißt so auch die Grundhaltung mit der Schwertspitze auf den Gegner.