ImpakuImpaku

Keikogi

稽古着

Trainingsanzug der japanischen Kampfkünste: Jacke uwagi, Hose zubon und Gürtel obi. Den weißen Anzug im Judo etablierte Kano Jigoro im Jahr 1907.

Auf einen Blick

BegriffstypKleidung
SpracheJapanisch
FormSubstantiv
Aussprache[kej-ko-gi]
Alternative NamenTrainingsanzug
Lesungen und Umschriften
Lesung (Kana)けいこぎ
Hepburn-Umschriftkeikogi

Wortanalyse

稽古keikoÜbung, Training
着giKleidung

Definition

Keikogi (稽古着) bedeutet „Kleidung zum Üben“: keiko ist Übung, Training, gi Kleidung. Er besteht aus der Jacke uwagi, der Hose zubon und dem Gürtel obi. Je nach Kunst heißt er judogi, karategi oder dogi. Im Westen nennt man ihn gewöhnlich Kimono, obwohl der Kimono in Japan ein traditionelles Kleidungsstück für den Alltag ist. Die Form des heutigen Trainingsanzugs etablierte der Begründer des Judo, Kano Jigoro: Im Jahr 1907 führte er einen weißen Anzug mit weißem Gürtel für Schüler und schwarzem für Danträger ein. Die Jacke für Judo besteht aus schwerem verstärktem Stoff, damit sie Griffen standhält, die Jacke für Karate ist leichter.

Beziehungen zu anderen Begriffen

Unterbegriffe

Uwagi上着

Jacke des Trainingsanzugs Keikogi. Sie wird links über rechts geschlagen und vom Gürtel obi gehalten. Im Judo besteht sie aus schwerem Stoff, damit sie Griffen standhält.

Zubonズボン

Hose des Trainingsanzugs Keikogi. Das Wort kam aus dem französischen jupon ins Japanische, deshalb wird es in Katakana als Fremdwort geschrieben.

Obi帯

Gürtel des Trainingsanzugs, der die Jacke hält und mit seiner Farbe den Grad anzeigt. Er wird mit dem Knoten koma-musubi gebunden, ähnlich einem Kreuzknoten.

Entsprechung in einer anderen Kunst

Dobok도복

Trainingsanzug der koreanischen Kampfkünste, vor allem im Taekwondo. Das koreanische Gegenstück zum japanischen keikogi, mit denselben Schriftzeichen 道服.

Siehe auch

Hakama袴

Weite, gefaltete Hosen mit sieben Falten, getragen im Kendo, Iaido, Aikido, Kyudo und weiteren japanischen Künsten.

KurtkaКуртка

Jacke für Sambo, rot oder blau, mit Schulterstücken und Gürtelschlaufen. Sie unterscheidet sich von der Judojacke.

Tabi足袋

Japanische Socken mit abgetrenntem großen Zeh. In den Kampfkünsten trägt man sie vor allem im Kyudo und in manchen Waffenschulen, in denen man nicht barfuß übt.

Assoziierte Kampfkünste

Judo