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Urumi

Auch bekannt als: chuttuval, surul val, surul katti, surul pattakatti

Ein biegsames Schwert aus Kerala mit langer, federnder Stahlklinge, die sich peitschenartig krümmt; im Kalaripayattu gilt es als letzte Waffe.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftIndienIndien
WaffentypSchwert
WirkungsweiseSchneidend
FührungsartEinhändig, Paarweise
MaterialStahl
Länge122–168 cm

Über die Waffe

Das Urumi ist ein biegsames Schwert aus Südindien, das aus der Region des heutigen Bundesstaats Kerala stammt. Man nimmt an, dass es schon in der Sangam-Zeit existierte; ein genaueres Datum konnten wir in den Quellen nicht belegen. Der britische Ethnograf Edgar Thurston verzeichnete seine Verwendung bei den Tiyyar in seinem Werk Castes and Tribes of Southern India. Im Malayalam wird es auch chuttuval genannt, von chuttu (Wickeln, Drehen) und val (Schwert). Die Klinge besteht aus biegsamem, geschliffenem Wootz-Stahl und ist meist 19 bis 25 mm breit. Die Gesamtlänge liegt etwa zwischen 122 und 168 cm; idealerweise soll die Klinge der Armspannweite des Trägers entsprechen. Der Griff aus Eisen oder Messing gleicht dem des Talwar-Schwerts: ein scheibenförmiger Knauf, oft mit einer kurzen Zierspitze in der Mitte, ein Parierbügel und häufig auch ein schlanker Fingerbügel. Die sri-lankische Variante kann bis zu 32 Klingen haben und wird meist paarweise, eine in jeder Hand, verwendet. In den indischen Kampfkünsten wie dem Kalaripayattu wird das Urumi fast immer als letzte Waffe gelehrt. Das Training setzt voraus, dass der Übende schon mit Peitsche und Schwert umzugehen weiß. Im Film Ondanondu Kaladalli führen die von Shankar Nag und Sundar Raj gespielten Figuren einen Kampf auf Leben und Tod mit dem Urumi in der Hand. In der heutigen Popkultur trägt es die Figur Mitsuri Kanroji in Demon Slayer, es taucht im Spiel Elden Ring auf, und die Figur Nilah kämpft damit in League of Legends.

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Urumi – Wikipedia