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Shengbiao

绳镖 · shéng biāo

Wörtlich: Seilpfeil

Auch bekannt als: sheng biao, jōhyō

Eine chinesische Waffe aus einer Metallspitze an einem drei bis fünf Meter langen Seil, die der Kämpfer mit Händen, Füßen und Hals schleudert.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftChinaChina
WaffentypWurfwaffe
WirkungsweiseWurfwaffe, Flexibel
MaterialStahl, Seil und Schnur
Verwendungszeit19. Jahrhundert, Gegenwart
Länge300–500 cm

Über die Waffe

Shengbiao (绳镖), der Seilpfeil, ist eine Metallspitze am Ende eines 3 bis 5 m langen Seils. Die früheste bekannte Erwähnung als eigenständige Waffe ist eine Zeichnung in einem Buch über Straßenhändler in Peking aus dem 19. Jahrhundert. Zur selben Waffenfamilie gehört der Meteorhammer liuxing chui. Auf Japanisch heißt die Waffe jōhyō. Die Spitze besteht aus hartem Material, meist Eisen oder Stahl, und ist oft kegelförmig, dreiseitig oder fünfseitig; an der Basis hat sie einen Ring oder eine Öffnung zur Befestigung des Seils. Bei älteren Versionen lief das Seil durch ein Bambusrohr, das der Kämpfer in der stärkeren Hand als entlang des Seils verschiebbaren Griff hielt. Das Seil wurde traditionell aus chinesischem Tauwerk gedreht und mit Wachs bestrichen; heute ist es meist aus weicherem synthetischem Material und wird mit Talkum bestreut. Weniger übliche Varianten ersetzen das Seil durch eine feine Kette. Die Technik beruht auf Schleudern, Abschießen und Zurückziehen der Spitze; das Seil wird neben beiden Händen auch mit Armen, Beinen und Hals geführt. In manchen Systemen ist die Beherrschung der Kettenpeitsche und des changquan-Stils Voraussetzung für das Erlernen. Für Auftritte entstanden auch Versionen zum Anzünden und Köpfe mit LED-Leuchten.

Teile der Waffe

  • Spitze
  • Kette oder Seil

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Rope dart – Wikipedia