Plumbata
Wörtlich: bleibeschwerter Pfeil
Auch bekannt als: martiobarbuli
Spätrömischer Wurfpfeil mit eiserner, bleibeschwerter Spitze; ein Soldat trug fünf davon in der Höhlung seines Schildes und traf damit den Feind noch vor den Wurfspießen.
Auf einen Blick
Über die Waffe
Die Plumbata, wörtlich „bleibeschwerter Pfeil“ (vom lateinischen plumbum, Blei), war eine kurze Wurfwaffe. Die ersten Stücke trugen offenbar die alten Griechen etwa ab dem Jahr 500 v. Chr., die bekanntesten Anwender waren jedoch die spätrömischen und oströmischen Armeen. Die älteste schriftliche Erwähnung stammt aus der Zeit um 300 n. Chr. Die Waffe beschreiben Vegetius' Schrift De re militari, das anonyme De rebus bellicis und das Strategikon des byzantinischen Kaisers Maurikios aus dem 6. Jahrhundert. Für sie wurde auch der Name martiobarbuli verwendet, gedeutet als „kleine Stacheln des Mars“. Archäologische Funde zeigen einen Wurfpfeil mit Befiederung und einer bleibeschwerten eisernen Spitze, aufgesetzt auf einen hölzernen Schaft. De rebus bellicis beschreibt auch eine mit Widerhaken versehene Variante, die plumbata tribolata, die sich archäologisch bislang nicht nachweisen ließ. Den Quellen zufolge trug ein Soldat fünf Plumbatae in der Höhlung seines Schildes. Mit ihnen konnte er Männer und Pferde des Feindes verwunden, noch bevor diese in die Reichweite gewöhnlicher Wurfwaffen kamen.