Nagaika
Wörtlich: Nogaier Peitsche
Auch bekannt als: nogaika, kamcha, nagayka
Eine kosakische Peitsche aus zwei geflochtenen Riemen aus Rohleder an einem Holzgriff, vor allem zum Antreiben von Pferden, im zaristischen Russland auch gegen Demonstranten eingesetzt.
Auf einen Blick
RusslandÜber die Waffe
Die Nagaika ist eine lederne Peitsche der Kosaken. Der Name stammt von den Nogaiern, ursprünglich Nogaika, also Nogaier Peitsche. Auch der Name Kamtscha ist gebräuchlich, von einem turksprachigen Wort für Peitsche. Die Peitsche entsteht durch Flechten zweier Riemen aus Rohleder zu einem Strang von etwa 11 mm Durchmesser; am Ende kann ein Metallstück sitzen. Der Holzgriff aus Birke oder anderem Hartholz misst etwa 10 Werschok, also 44 cm. Am Griff ist eine kurze Schlaufe befestigt, und zur Peitsche gehört auch ein etwa 178 cm langer Riemen aus Rohleder zum Umhängen. Der Hauptzweck der Nagaika war das Lenken und Antreiben von Pferden. Sie diente aber auch gegen Unbewaffnete, zur Körperstrafe und zur Zerstreuung von Unruhen während der russischen Revolutionen. Ein berittener Kosak, der mit der Nagaika Arbeiter- oder Studentendemonstranten schlug, wurde zum Symbol der zaristischen Unterdrückung. 2005 wurden die Kosakeneinheiten wiederhergestellt und auch mit Nagaikas ausgerüstet. Einer Quelle über die Flankirowka zufolge bereiteten sich Kosaken auf den Kampf mit der Schaschka auch mit anderen Gegenständen vor, darunter der Nagaika.
Teile der Waffe
- Griff