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Lathi

Auch bekannt als: bari

Ein langer, schwerer Stab aus männlichem Bambus, manchmal mit Eisenringen umwickelt; Waffe der bengalischen Kunst Lathi Khela und Schlagstock südasiatischer Polizei.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftAsien
WaffentypLangstock
WirkungsweiseSchlagend
FührungsartEinhändig
MaterialBambus, Eisen
Ursprünglicher ZweckZivile Selbstverteidigung und Duell, Polizei- und Wachdienst
Länge183–244 cm

Über die Waffe

Der Lathi ist ein langer, schwerer Bambusstab aus Südasien. Mit ihm ist die Kampfkunst Lathi Khela verbunden, die in der Region Bengalen entstand und heute im indischen Westbengalen und in Bangladesch ausgeübt wird. Die Datierung des Stabes selbst konnten wir in den Quellen nicht belegen. Traditionell wird er aus sogenanntem männlichem Bambus gefertigt und ist manchmal in kurzen Abständen mit Eisenringen umwickelt. Die übliche Länge beträgt 6 bis 8 Fuß, also etwa 1,8 bis 2,4 m. Kürzere Stäbe heißen bari und können wie ein Schlagstock geführt werden. Gruppen von Lathials führten Vorführungen wie baoi jhak (Gruppenkampf) und nori bari (inszenierter Stabkampf) auf, daneben auch fala khela und dao khela. Das Lathi-Training war einst Teil des bengalischen Erziehungssystems Brotochari, und Lathi-Khela-Wettkämpfe fanden auch beim Hindu-Mela-Fest statt. Reiche Grundbesitzer heuerten Lathials als Leibwache und als Zeichen ihrer Macht an, und Zamindare schickten sie, um Steuern gewaltsam von den Dorfbewohnern einzutreiben. In mehreren südasiatischen Sprachen kennt man das Sprichwort jiski lathi uski bhains — wer den Lathi hält, dem bleibt der Büffel. Bis heute dient der Lathi als Schlagstock der Polizei in Indien, Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka, und das Auflösen einer Menschenmenge heißt lathi charge. Lathi Khela wird am häufigsten bei Festen und Hochzeiten gezeigt, in Westbengalen auch bei bestimmten Pujas. Der Stab gab auch Filmen in Telugu (1992), Bengali (1996) und Tamil (2022) ihren Namen.

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (2)
  1. Lathi khela – Wikipedia
  2. Lathi – Wikipedia