Kuwa
鍬 · kuwa
Wörtlich: Hacke
Okinawische Waffe, abgeleitet von der Hacke; auf Okinawa heute nur im Matayoshi Kobudo geübt, Kata Kuwa nu ti.
Auf einen Blick
JapanÜber die Waffe
Die Kuwa (鍬) ist eine okinawische Waffe, abgeleitet vom gleichnamigen landwirtschaftlichen Werkzeug, einer Hacke mit einer dechselartigen Klinge. Bauern bearbeiteten mit ihr ihre Felder, und nach dem Dojo Bushikan, das Matayoshi Kobudo lehrt, entwickelte sich der Kampf mit ihr (Kuwa-jutsu) auf dieselbe Weise wie der Kampf mit der Kama: aus einem Werkzeug, dessen Schneide und Stiel sowohl der Verteidigung als auch dem Angriff dienten. Nach derselben Quelle wurde Kuwa-jutsu von Kampfkünstlern unter dem Einfluss chinesischer Kampfkünste weiterentwickelt. Auf Okinawa wird es heute ausschließlich in der Schule Matayoshi Kobudo geübt; außerhalb Okinawas gibt es laut Bushikan in Fuzhou und Shanghai Menschen, die es noch beherrschen. Als besondere Bewegung der Kuwa gilt für Bushikan das Hochschleudern von Schlamm gegen den Angreifer. Im Matayoshi Kobudo wird mit der Kuwa die Kata Kuwa nu ti geübt. Die Japanische Vereinigung für klassische Kampfkünste (Nihon Kobudo Kyokai) führt die Hacke auch unter den Waffen des Stils Kingai-ryu Karate Okinawa Kobujutsu, dessen Linie über Matayoshi Shinko und Matayoshi Shinpo verläuft. Maße und Gewicht der Kampf-Kuwa konnten wir in verlässlichen Quellen nicht finden.