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Knobkerrie

Auch bekannt als: knobkierrie, iwisa, molamu, induku

Hölzerner Knüppel aus Süd- und Ostafrika mit großem kugelförmigem Kopf; Waffe und Spazierstock zugleich, heute im Wappen Südafrikas.

Auf einen Blick

HerkunftAfrika
WaffentypKeule und Streitkolben
WirkungsweiseSchlagend
FührungsartEinhändig, Wurfwaffe
MaterialHartholz
Ursprünglicher ZweckRitual und Symbol
Zeremonieller GebrauchZeremonielle Tracht

Über die Waffe

Der Knobkerrie ist ein Holzknüppel, verbreitet vor allem in Süd- und Ostafrika, meist mit einem großen kugelförmigen Kopf an einem Ende. Er diente als Waffe wie auch als Spazierstock. Der Name verbindet das afrikaanse knop (Kopf, Kugel) mit kirri (Spazierstock) aus den Khoekhoe- oder San-Sprachen. Die Datierung seiner Entstehung konnten wir in den Quellen nicht belegen. Die Sotho-Variante molamu wird aus dem Holz von Olea africana gefertigt. Tsonga-Knüppel hatten meist kugelförmige Köpfe, es gab jedoch auch Varianten mit länglicherem, ovalem Kopf. Maße haben wir in den Quellen nicht gefunden. Über den kämpferischen Einsatz gehen die Quellen auseinander. Bei den Zulu, wo der Knüppel iwisa heißt, wurde er einer Version zufolge im Kampf kaum eingesetzt und diente eher als Prunkstab und Zeremonialgegenstand; viele Quellen betonen jedoch seinen historischen Einsatz im Nahkampf zum Schlagen und bei Hinrichtungen. Die Ndebele-Induku diente als Prunkstab oder als Wurfwaffe. Im Ersten Weltkrieg nannten britische Soldaten ihre Grabenknüppel knobkerries, und der Dichter Siegfried Sassoon setzte einen davon im Kampf ein. Bei den Zulu diente die iwisa auch als Schnupftabakbehälter. Bei den Sotho symbolisiert der molamu Autorität, Macht und Männlichkeit; traditionell tragen ihn Männer und Jungen ab der Pubertät, und er hat in der Sotho-Gesellschaft eine geistige Bedeutung. Der Knobkerrie liegt im Staatswappen Südafrikas, wo er hingelegt Frieden symbolisiert, und er war auch auf der früheren Flagge und dem Wappen Lesothos. Bis heute wird er häufig getragen, vor allem auf dem Land, und in Südafrika tragen ihn bis heute oft Demonstranten.

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Knobkierrie – Wikipedia