Dusack
Auch bekannt als: dussack, dusack, Dusäck
Eine kurze einschneidige Hiebwaffe Deutschlands und der habsburgischen Monarchie des 16. und 17. Jahrhunderts, vor allem als hölzerne Übungswaffe mit Schlitz statt Griff bekannt.
Auf einen Blick
Über die Waffe
Der Name Dusack (Dusäck) stammt vom tschechischen Wort tesák, in der Bedeutung Hackmesser oder Jagdhirschfänger. Ins Deutsche kam er während der Hussitenkriege, als hussitische Truppen diese Waffe benutzten. Im 16. und 17. Jahrhundert diente der Dusack in Deutschland und der habsburgischen Monarchie als Seitenwaffe. 1579 lieferten örtliche Klingenschmiede in der Steiermark rund 700 Dusäcke, weitere 40 kamen aus Passau, als Ausrüstung für die Kämpfe Erzherzog Karls II. gegen die Osmanen. Übungsdusäcke hatten eine kurze, kräftige einschneidige Klinge von 64 bis 97 cm Länge und wurden meist aus Holz, seltener aus Leder gefertigt. Der Griff bestand nur aus einem in die Klinge geschnittenen Schlitz, ohne Knauf und obere Parierstange. Kein hölzernes oder ledernes Stück ist erhalten geblieben; ihre Form kennen wir nur aus zeitgenössischen Holzschnitten und Fechtbüchern. Joachim Meyer zeigt 1570 den Dusack als Übungswaffe mit breiter gekrümmter Klinge und einfachem ovalem Griff. Der Dusack diente vor allem als Übungsersatz für eine echte Hiebwaffe. Mit der Verbreitung seiner Nutzung machten manche Fechtschulen daraus einen Sport, getrennt von der Vorbereitung auf den echten Kampf.