Caestus
Wörtlich: der, der schlägt
Auch bekannt als: cestus
Kampfhandschuh antiker Faustkämpfer aus Riemen harten Leders, den die Römer für Gladiatorenspiele mit Nieten beschlugen, in extremer Form sogar mit Spitzen.
Auf einen Blick
Über die Waffe
Der Caestus, auch Cestus, war der Kampfhandschuh der antiken Faustkämpfer. Die römische Form beruhte auf einem griechischen Vorbild, bei dem die Faust mit Riemen aus hartem Leder namens Himantes und Sphairai umwickelt wurde. Das lateinische Wort caestus übersetzt sich als „der, der schlägt“. Der einfache römische Caestus bestand aus Riemen aus hartem Leder, die Faust und Unterarm umschlossen und schützten. Die Riemen konnten mit Nieten beschlagen sein, in extremer Form sogar mit Spitzen. In Griechenland gehörte der Faustkampf mit dem Caestus zu den Olympischen Spielen. Theagenes von Thasos, Olympiasieger im Jahr 480 v. Chr., soll die meisten seiner Gegner getötet haben und wurde nach seinem Tod als Held verehrt. In Rom kam der Kampf mit dem Caestus bei Gladiatorenspielen vor; die Kämpfer traten wohl gegen gleich ausgerüstete Gegner an und trugen außer dem Caestus offenbar keine Rüstung. Es waren Sklaven oder sogenannte Infames, Menschen mit stark eingeschränkten Bürgerrechten. Der Caestus ist auf der hellenistischen Bronzestatue Ruhender Boxer festgehalten.