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Assaya

Auch bekannt als: asa, asaya, nabboot

Rund 1,2 m lange Stange des ägyptischen Tahtib, in Achterschwüngen um den Körper gedreht; Kämpfe damit zeigen schon Reliefs der 5. Dynastie aus Abusir.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftÄgyptenÄgypten
WaffentypKurzstock
WirkungsweiseSchlagend
FührungsartEinhändig
VerwendungszeitAntike, Gegenwart
Ursprünglicher ZweckKriegswaffe, Übung, Ritual und Symbol
Zeremonieller GebrauchTanz
Länge122 cm

Über die Waffe

Die Assaya, auch asa, asaya oder nabbut genannt, ist eine Stange, mit der in Ägypten Tahtib geübt und vorgeführt wird. Die ältesten Spuren dieses Stockkampfs zeigen Reliefs aus Abusir, aus dem Pyramidenkomplex des Pharaos Sahure (5. Dynastie, um 2500 v. Chr.), die militärische Ausbildung mit Stöcken darstellen. Ähnliche Szenen finden sich in drei der 35 Gräber der Nekropole Beni Hasan (11.–12. Dynastie, 1900–1700 v. Chr.) und in Tell el-Amarna (18. Dynastie, um 1350 v. Chr.). Tahtib zählte damals neben Bogenschießen und Ringen zu den drei Kriegsdisziplinen, die Soldaten lernten. Die Stange misst etwa vier Fuß, also rund 1,2 m. Material und Gewicht konnten wir in den Quellen nicht belegen. Für die tänzerische Form wird eine leichtere Stange verwendet, an einem Ende wie ein Spazierstock gebogen, oft mit glänzender Metallfolie oder Pailletten verziert. Die Stange wird oft in großen Achterschwüngen so schnell um den Körper gedreht, dass man das Zischen der Luft hört. Im modernen Wettkampf-Tahtib entscheidet ein saubererer Treffer am Kopf oder drei Treffer am Körper über den Sieg. Anders als die traditionelle Form kann modernes Tahtib von Frauen und Männern in gemischten Gruppen geübt werden. Aus der militärischen Ausbildung wurde Tahtib allmählich zu Unterhaltung und Volkskunst, die Männer bei Hochzeiten und Festen vorführen. Heute ist es vor allem in Oberägypten verbreitet und wird Touristen regelmäßig in Luxor und Assuan vorgeführt, begleitet von der Tabl-Trommel und der Volksoboe Mizmar.

Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. Tahtib – Wikipedia