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Meia Lua de Frente

Wörtlich: vorderer Halbmond

Meia lua de frente ist ein vorderer Halbmondtritt der Capoeira mit gestrecktem Bein; er gehört zu den ersten Tritten, die Capoeiristas lernen.

Auf einen Blick

Kampfkünste
KategorieTritte
TrefferzonenKopf, Gesicht

Über

Meia lua de frente, wörtlich vorderer Halbmond, ist ein Capoeira-Tritt, bei dem das gestreckte Bein einen Bogen beschreibt und in die Ausgangsposition zurückkehrt. Die Kraft entsteht durch das Vorschieben der Hüfte, der Tritt endet an einem Punkt direkt vor dem Tretenden; er zielt auf Kopf und Gesicht des Gegners. Er gehört zu den ersten Tritten der Capoeira und ist die Grundlage weiterer bogenförmiger Tritte wie armada oder queixada; queixada wird in den Quellen als seine umgekehrte Version beschrieben. Da er niedrig und frontal ist, setzt er den Spieler keinen Fußfegern oder Gegenangriffen aus und dient oft als Falle für einen folgenden Angriff. Die Abwehr ist ein Ausweichen mit schnellem Absenken des Körpers, aus dem man mit rabo de arraia oder dem Fußfeger rasteira antworten kann. Der Tritt stammt aus dem engolo, einer angolanischen Kampfkunst, die als Vorläufer der Capoeira gilt, wo er okupayeka heißt und zu den Grundtritten zählt. Diese Trittform hielt der Maler Neves e Sousa in den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in Zeichnungen aus Mucope in der angolanischen Provinz Cunene fest; die Spiele des engolo dokumentierte später der Forscher Matthias Röhrig Assunção, Mitarbeiter des Dokumentarfilms Jogo de Corpo (2013).

Weitere Quellen zum Thema (4)
  1. en.wikipedia.org/wiki/Engolo
  2. en.wikipedia.org/wiki/List_of_capoeira_techniques
  3. en.wikipedia.org/wiki/Meia_lua_de_frente
  4. en.wikipedia.org/wiki/Queixada