Juji Gatame
十字固
Wörtlich: Kreuzgriff
Ein Judo-Ellbogenhebel, bei dem der Angreifer den Arm des Gegners zwischen den Oberschenkeln einklemmt und den Ellbogen zurückbeugt.
Auf einen Blick
Über
Juji Gatame (十字固) ist ein Ellbogenhebel. Das Wort juji bezieht sich auf das Zeichen für Kreuz (十) und beschreibt die gekreuzten Arme bei der Ausführung. In der Standardausführung klemmt er das Handgelenk zwischen die Oberschenkel, legt ein Bein über die Brust und überstreckt den Ellbogen, indem er die Hüften zurückbeugt. Ziel ist es, den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Im Kodokan-Judo gehört sie zu den Gelenkhebeltechniken (kansetsu waza). Der Quelle zufolge ist sie mindestens 200 Jahre alt, und das Judo übernahm sie aus dem Jujutsu. Die fliegende Variante wird im Gegensatz zur klassischen im Stand ausgeführt, mit Griff an Kragen und Arm des Gegners. Kimura dagegen hebelt die Schulter durch Rotation mit umgekehrtem Handgriff, und die Omoplata nutzt statt eines Armgriffs eine Beinverschlingung. Nach den IJF-Regeln darf im Wettkampfjudo nur das Ellbogengelenk angegriffen werden, ein erfolgreicher Hebel wird mit Ippon bewertet, und Ellbogenhebel sind für unter etwa 16-Jährige verboten. Ein falsch ausgeführter Ellbogenhebel kann Muskeln, Sehnen und Bänder schädigen oder eine Verrenkung oder einen Bruch verursachen. Bei der fliegenden Variante ist dieses Risiko wegen der Höhe und der umgekehrten Position höher.