Ashi Hishigi
足挫
Wörtlich: gerader Fußhebel
Auch bekannt als: Akiresuken-gatame
Ein judospezifischer direkter Fußgelenkhebel, bei dem der Unterarm auf die Achillessehne drückt; im Wettkampfjudo ist er verboten.
Auf einen Blick
Über
Ashi hishigi (足挫) ist ein Fußgelenkhebel des Judo, ins Englische übersetzt als straight ankle lock (direkter Fußgelenkhebel). Derselbe Hebel wird im Judo auch akiresuken gatame genannt, und ashi hishigi ist laut der Quelle ein alternativer Name nach der Art der Ausführung. Der Angreifer isoliert ein Bein des Gegners mit seinen eigenen Beinen, klemmt dessen Fuß unter die Achsel und drückt mit dem Unterarm auf den unteren Wadenbereich und die Achillessehne; dabei zieht er die Hüften nach vorn, wodurch der Fuß in eine Plantarflexion gezwungen wird und ein Hebel am Fußgelenk entsteht. Der Unterarm dient als Hebel, und seine knöcherne Kante erhöht den Druck auf die Achillessehne. Die Technik gehört zu den kansetsu waza, den Gelenkhebeln des Judo, und die englische Wikipedia führt sie in ihrer Liste neben sankaku garami als eigenständige Technik auf. Vom calf slicer unterscheidet sie sich dadurch, dass dieser mit dem Knie oder Schienbein auf die Wade und die Kniekehle drückt, nicht mit einem Hebel direkt auf das Fußgelenk. Im Wettkampf des Judo sind Gelenkhebel auf das Ellbogengelenk beschränkt; zusätzliche Regeln von 1916 verboten Beinhebel (ashi garami) zusammen mit dem Verdrehen des Halses. Hebel auf andere Gelenke als den Ellbogen kommen im heutigen Judo nur noch in Katas vor. Die Quelle weist darauf hin, dass der Hebel starken Druck auf die Achillessehne ausübt, besonders bei Verwendung der knöchernen Kante des Unterarms, und Verletzungen verursachen kann. Wir konnten nicht belegen, wer die Technik eingeführt hat.