ImpakuImpaku

Traktat

Neu Kunstlich Fechtbuch (Sebastian Heußler, 1615)

Originaltitel: Neu Kunstlich Fechtbuch

1615DeutschlandLehrbuch

Nürnberger Rapierfechtbuch von Sebastian Heußler aus dem Jahr 1615 mit Stichen von Gabriel Weyer, dargestellt im Stil von Salvator Fabris und Ridolfo Capo Ferro.

Neu Kunstlich Fechtbuch ist ein gedrucktes Fechtbuch von Sebastian Heußler, das 1615 in Nürnberg erschien. Gedruckt hat es Ludwig Lochner, der Sohn von Christoph Lochner, bei dem Heußler zuvor gearbeitet hatte, und die Abbildungen schuf der Nürnberger Kupferstecher Gabriel Weyer. Heußler wurde 1581 in Nürnberg geboren und erlernte das Druckerhandwerk bei seinem Vater Leonhard. Bis 1608 arbeitete er für Christoph Lochner, gab dann das Drucken wegen des Fechtens auf und diente als Söldner. Das Fechten lernte er bei Hans Wilhelm Schöffer von Dietz in Marburg und eignete sich den Stil von Salvator Fabris an. Das Buch widmet sich dem Rapier und verwandten Disziplinen. Wiktenauer gliedert es in fünf Abschnitte: Rapier, Rapier und Dolch, Rapier und Mantel, Dolch, Fahnenschwingen. Der Abschnitt über Rapier und Dolch enthält über hundert nummerierte Techniken mit Abbildungen. Die Techniken sind im Stil der italienischen Meister Ridolfo Capo Ferro da Cagli und Salvator Fabris dargestellt. Den genauen Umfang des Buches in Seiten konnten wir in den Quellen nicht belegen. Laut Wiktenauer wurde das Werk offenbar gut aufgenommen und erschien in den folgenden fünfzig Jahren ganz oder teilweise mindestens siebenmal neu. 1616 veröffentlichte Heußler gemeinsam mit Johannes Renner ein Büchlein über das Fahnenschwingen, New Kůnstlich Fahnenbůchlein. 2016 erschien eine deutsche Transliteration in der Edition von Peter Klatte, und 2018 im Selbstverlag die englische Übersetzung von Kevin Maurer, Sebastian Heussler's New Artful Fencing Book.

Kampfkünste im Werk

HEMAZentral

Inhalt

Wiktenauer gliedert das Buch in fünf Abschnitte. Der erste widmet sich dem Rapier selbst, die nächsten beiden dem Rapier mit Dolch und mit Mantel, einer dem Dolch und der letzte dem Fahnenschwingen. Der Abschnitt über Rapier und Dolch umfasst über hundert nummerierte Techniken mit Abbildungen, die der Nürnberger Kupferstecher Gabriel Weyer für das Buch schuf. Heußler stellt die Techniken im Stil der italienischen Meister Ridolfo Capo Ferro da Cagli und Salvator Fabris dar. Ob der Abschnitt über das Fahnenschwingen schon zur Ausgabe von 1615 gehörte oder mit dem eigenständigen Büchlein über die Fahne von 1616 zusammenhängt, konnten wir in den Quellen nicht belegen. Auch eine belegte Seitenzahl und den Umfang der einzelnen Abschnitte haben wir nicht gefunden.

Ausgaben und Übersetzungen

Die erste Ausgabe druckte 1615 in Nürnberg Ludwig Lochner. Laut Wiktenauer wurde das Werk in den folgenden fünfzig Jahren ganz oder teilweise mindestens siebenmal nachgedruckt, die einzelnen Ausgaben sind in den Quellen, die uns zur Verfügung standen, aber nicht aufgeführt. 1616 veröffentlichte Heußler zusammen mit Johannes Renner außerdem New Kůnstlich Fahnenbůchlein über das Fahnenschwingen. Eine moderne deutsche Transliteration gab 2016 Peter Klatte heraus, die englische Übersetzung von Kevin Maurer mit Heußlers Lebenslauf erschien 2018 im Selbstverlag unter dem Titel Sebastian Heussler's New Artful Fencing Book. Auf Wiktenauer ist eine Transkription aller Abschnitte verfügbar, eine Übersetzung in Arbeit gibt es für den Abschnitt über das Rapier (Reinier van Noort) und den Abschnitt über Rapier und Dolch (Kevin Maurer), die übrigen Abschnitte bleiben ohne Übersetzung.

Personen und Kampfkünste

  • Sebastian HeußlerAutor
  • Peter KlatteHerausgeber
  • Kevin MaurerÜbersetzer
  • Gabriel WeyerIllustrator

Angaben

Form
Druck

Ausgaben

  • 1615 · DE · Neu Kunstlich Fechtbuch · Ludwig Lochner · Erstausgabe
  • 2016 · DE · Transliteration des Neu kunstlich Fechtbuch
  • 2018 · EN · Sebastian Heussler's New Artful Fencing Book · Übersetzung

Weitere Titel

  • Sebastian Heussler's New Artful Fencing Book (Übersetzter Titel, en)
Weitere Quellen zum Thema (1)
  1. wiktenauer.com/wiki/Sebastian_Heußler