Ah Dat Ta
Legendäre GestaltLegendärer tibetischer Lama, den die Überlieferung als Urheber der Stile Löwengebrüll und Pak Hok Pai (Tibetischer Weißer Kranich) betrachtet; als historische Person ist er nicht belegt.
Auf einen Blick
ChinaBiografie
Ah Dat Ta (阿達陀, Pinyin Adatuo) ist eine legendäre Gestalt, die die Überlieferung mit der Entstehung des Stils Pak Hok Pai (Tibetischer Weißer Kranich) verbindet. Der Überlieferung nach war er ein tibetischer Lama, der im 15. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Provinz Qinghai in China lebte. Die Quellen bezeichnen diese Überlieferung ausdrücklich als traditionell, nicht als belegt, und vergleichen sie mit ähnlichen Legenden über die Entstehung von Wing Chun und Taiji.
Der Überlieferung nach beobachtete er bei der Meditation in der Wildnis den Kampf eines Affen mit einem weißen Kranich: Der Kranich wich den Angriffen geschickt aus und griff zurück an. Daraus soll er ein System geschaffen haben, das Kraft und Griffe des Affen mit der Ausweichfähigkeit des Kranichs und dessen Angriffen auf empfindliche Stellen verbindet. Er nannte es mit dem buddhistischen Begriff „Löwengebrüll“ (Lion's Roar, 獅子吼).
Die Kunst entwickelte sich der Überlieferung nach unter den Dynastien Ming und Qing und teilte sich in Südchina in drei Zweige: Bak Hok Pai (Ng Siu-chung), Hop Ga Kuen (Wong Hong-wing) und Lama Pai. Meister Sing Lung, als 11. Generation angegeben, brachte sie 1865 nach Guangdong. Der Lehrplan umfasst 24 Formen und beruht auf vier Prinzipien: chan, sim, chuen und jeet. Ng Siu-chungs Schüler Chan Hak Fu trat 1954 im Wohltätigkeitskampf gegen den Wu-Taijiquan-Meister Wu Gongyi an.
Die Region Qinghai hatte eine Kampfkultur mit tierinspirierten Stilen. Die belegte Geschichte dieser Kunst beginnt jedoch erst unter der Qing-Dynastie, nicht mit Ah Dat Ta. Seine Verbindung zum Löwengebrüll wie zum Pak Hok Pai ist eine beiden Traditionen gemeinsame Überlieferung, die wir historisch nicht belegen konnten.