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Kanken Toyama

遠山寛賢

Okinawanischer Karatemeister (1888–1966), Schüler von Itosu Anko und Gründer des Dojo Shudokan in Tokio, der behauptete, Karate habe keine eigenständigen Stile.

Auf einen Blick

Geburtsdatum24.9.1888
Sterbedatum24.11.1966
HerkunftslandJapanJapan
Auch bekannt alsToyama Kanken, Oyadomari Kanken

Biografie

Kanken Toyama war ein okinawanischer und japanischer Karatemeister, Schüler von Itosu Anko und Gründer des Dojo Shudokan in Tokio, der behauptete, Karate habe keine Stile. Er wurde 1888 in Shuri unter dem Familiennamen Oyadomari geboren, laut Wikipedia am 24. September 1888 im Viertel Gibo. Er starb 1966 im Alter von 78 Jahren, Wikipedia nennt den 24. November.

Laut der Website Ryukyu Bugei lernte er von Jugend an bei Itarashiki, Itosu Anko und Higaonna Kanryo, Stockfechten beim Meister Oshiro und die Kata Kushanku bei Chibana Chosho. 1906 trat er in die okinawanische Lehrerschule ein, wo Itosu unterrichtete, war ab 1908 drei Jahre lang sein Assistent und schloss 1911 die Schule ab. Nach der Übersiedlung nach Taiwan im Jahr 1924 lernte er chinesisches Kenpo bei Chen Foji und Lin Xiantang.

Im Jahr 1931, laut Wikipedia schon am 20. März 1930, gründete er im Tokioter Viertel Asakusa das Dojo Shudokan. Er schrieb Bücher über Karate, darunter laut Wikipedia Karate-do Taikan aus dem Jahr 1959. Er vertrat die Ansicht, dass es im Karate keine Stile gibt, und benannte seine eigene Schule deshalb nicht. Nach dem Krieg verlieh ihm der erste okinawanische Gouverneur den Titel Karate-do Dai-shihan.

Um das Jahr 1948 stritt er laut Ryukyu Bugei mit Gichin Funakoshi um die führende Stellung im Karate. Einen Nachfolger benannte er nicht, und die Organisation löste sich laut Wikipedia nach seinem Tod auf. Zu seinen Schülern gehörte Yun Kwae-byung, der dann die koreanische Schule Kanbukan leitete.

Frühe Jahre

Kanken Toyama wurde 1888 in Shuri unter dem Geburtsnamen Oyadomari geboren, den Familiennamen Toyama nahm er später an. Wikipedia nennt das Datum 24. September 1888 und das Viertel Gibo. Mit dem Training begann er laut Wikipedia 1897 im Alter von neun Jahren bei Itarashiki. 1906 trat er in die okinawanische Präfekturlehrerschule ein, wo Itosu Anko Karate unterrichtete und Kentsu Yabu sein Hilfsinstruktor war.

Ausbildung und Lehrer

Laut der Website Ryukyu Bugei lernte er von Jugend an bei Itarashiki, Itosu Anko und Higaonna Kanryo, die genauen Daten sind aber nicht bekannt. Ab 1908 war er drei Jahre lang Assistent von Itosu und Yabu und schloss 1911 die Lehrerschule ab. Stockfechten lernte er beim Meister Oshiro und die Kata Kushanku bei Chibana Chosho, für den er arbeitete. Er spezialisierte sich auf die alte Form der Kata Gojushiho aus der Tradition von Kentsu Yabu.

Im Jahr 1924 übersiedelte er nach Taiwan, wo er chinesisches Kenpo bei Chen Foji in Taipei und bei Lin Xiantang in Taichung lernte. Wikipedia nennt als weitere Lehrer Aragaki Ankichi und Azato Anko, diese Namen haben wir in einer anderen Quelle nicht überprüft.

Beitrag und Neuerungen

Im Jahr 1931 zog er nach Tokio und gründete in Asakusa vor der Grundschule Ishihama das Dojo Shudokan, Wikipedia nennt die Eröffnung am 20. März 1930. Er schrieb die Bücher Karate-do Okute Hijutsu, Karate-do Taihyokan und Karate-do Nyumon und laut Wikipedia 1959 Karate-do Taikan. In seinen Büchern vertrat er die Ansicht, dass es im Karate keine Stile gibt.

Nach dem Krieg verlieh ihm der erste okinawanische Gouverneur Shikiya Koshin den Titel Karate-do Dai-shihan. Der Präfektur Okinawa schenkte er laut der Website Ryukyu Bugei mehrere hundert Bücher für Schulkinder.

Philosophie und Prinzipien

Laut der Website Ryukyu Bugei vertrat er in seinem Buch die Ansicht, dass Karate keine eigenständigen Stile hat. Sein Karate benannte er deshalb nicht als Schule und bekannte sich zu keinem Stil. Wir folgern, dass er auch Shudokan als Ort des Unterrichts und nicht als neuen Stil verstand, was auch dazu passt, dass er keinen Nachfolger benannte.

Legenden und belegte Fakten

Um das Jahr 1948 stritt er laut der Website Ryukyu Bugei mit Gichin Funakoshi darüber, wer die führende Gestalt des Karate sei, und die direkten Schüler von Itosu sollen Toyama unterstützt haben. Wikipedia gibt an, dass ihm die japanische Regierung das Recht gab, Grade in jedem okinawanischen Stil zu verleihen, bezeichnet das aber selbst als unbelegt.

Oft wird sein Einfluss auf die Anfänge des Taekwondo durch koreanische Schüler erwähnt. Die Behauptung stützt sich auf zwei Bücher, von denen eines der Gründer einer der koreanischen Schulen schrieb, und ist nicht unabhängig belegt. Die Quellen unterscheiden sich auch im Jahr der Gründung des Shudokan (1930 und 1931) und der Ernennung zum Assistenten an der Lehrerschule (1907 und 1908).

Vermächtnis

Er starb 1966 im Alter von 78 Jahren, Wikipedia nennt den 24. November in Shuri. Einen Nachfolger benannte er nicht, und die Organisation löste sich laut Wikipedia nach seinem Tod auf. Sein Schüler Yun Kwae-byung leitete später die koreanische Schule Kanbukan, und Kinjo Hiroshi war stellvertretender Vorsitzender des Shudokan und dann des Verbands Zen Nihon Karate-do Renmei Renbukai. Christian Bellina veröffentlichte über ihn das Buch Toyama Kanken: The Heritage of Shudokan.

Assoziierte Kampfkünste

KarateMeister→

Okinawanische Schlagkunst, im 20. Jahrhundert zu japanischem Budo und olympischem Sport geformt. Sie ruht auf Kata sowie Hand- und Fußtechniken.