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Hwang Kee

황기

Südkoreanischer Großmeister, der 1945 die Schule Moo Duk Kwan gründete, in ihr tang soo do lehrte, später in Soo Bahk Do umbenannt, und die Vereinigung mit taekwondo ablehnte.

Auf einen Blick

Geburtsdatum9.11.1914
Sterbedatum14.7.2002
HerkunftslandSüdkoreaSüdkorea
BerufSchriftsteller
Auch bekannt alsHwang Gi

Biografie

Hwang Kee (auch Hwang Gi, koreanisch 황기) war ein südkoreanischer Großmeister und Gründer der Schule Moo Duk Kwan, einer von zwei Schulen, die nach dem Krieg unter dem Namen tang soo do unterrichteten. Die andere war das Chung Do Kwan von Lee Won-guk. Er wurde am 9. November in Jang Dan in der Provinz Gyeonggi während der japanischen Besatzung Koreas geboren, die Quellen nennen das Jahr 1914 oder 1915. Er starb am 14. Juli 2002.

Sein Vater war Gelehrter und Lehrer, Hwang schloss die Mittelschule im Jahr 1935 ab. Ein Jahr später geriet er ins Visier der japanischen Geheimpolizei und ging nach Nordostchina, wo er bei der Eisenbahn arbeitete. Er behauptete, dort bei dem chinesischen Meister Yang Kuk-jin gelernt zu haben, was manche Zeitgenossen bezweifeln. Lee Won-guk behauptete, Hwang habe in seinem Chung Do Kwan trainiert, Hwang bestritt das. Das Karate von Okinawa studierte er aus Büchern, wahrscheinlich vor allem aus Funakoshis Buch Rentan Goshin Toudi-Jutsu (1925).

Die Schule gründete er am 9. November 1945 als Hwa Soo Do Moo Duk Kwan und benannte sie Anfang der fünfziger Jahre in Tang Soo Moo Duk Kwan um, weil der Name tang soo den Koreanern bekannter war. Um das Jahr 1957 begann er, den Namen Soo Bahk Do zu verwenden, und benannte die Kunst am 30. Juni 1960 formell um. Er schuf die Formen Yuk Ro (1947) und Chil Sung (1952).

Im Jahr 1958 zog er das Moo Duk Kwan aus der Vereinigung der kwan zurück, aus der das taekwondo hervorging, weil er die Kunst auf die persönliche Entwicklung ausrichten wollte, nicht auf Sport oder militärische Nutzung. Sein Nachfolger wurde nach seinem Tod der Sohn Hwang Hyun-chul. Chuck Norris, der 1966 das American Tang Soo Do gründete, trennte sich in den siebziger Jahren vom Moo Duk Kwan.

Frühe Jahre

Hwang Kee wurde am 9. November in Jang Dan in der Provinz Gyeonggi während der japanischen Besatzung Koreas geboren. Das Geburtsjahr nennen die Quellen mit 1914 oder 1915. Sein Vater war Gelehrter und Lehrer. Hwang schloss die Mittelschule im Jahr 1935 ab, was in seiner Provinz nur wenigen jungen Männern gelang.

In den Schuljahren lernte er zuerst taekkyon. Im Jahr 1936 geriet er ins Visier der japanischen Geheimpolizei und ging nach Nordostchina, wo er als Eisenbahnarbeiter arbeitete. Wann er nach Korea zurückkehrte, nennen die Quellen nicht einheitlich, entweder im Jahr 1937 oder erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ausbildung und Lehrer

In den dreißiger und vierziger Jahren arbeitete Hwang Kee für die Eisenbahnverwaltung Cho Sun Rail Way Bureau und studierte das Karate von Okinawa aus Büchern in der örtlichen Bibliothek. Die Formen lernte er allem Anschein nach aus japanischen Büchern über das Karate von Okinawa, die Hauptquelle war wahrscheinlich das Buch Rentan Goshin Toudi-Jutsu von Funakoshi Gichin aus dem Jahr 1925.

Hwang Kee behauptete, in Nordostchina bei dem chinesischen Meister Yang Kuk-jin gelernt zu haben. Manche Zeitgenossen bezweifeln diese Behauptung.

Lee Won-guk vom Chung Do Kwan behauptete, Hwang habe in seiner Schule trainiert und einen Gürtel erhalten, der dem grünen entsprach. Hwang bestritt das und erkannte als seinen Lehrer nur Yang an.

Beruflicher Werdegang

Hwang Kee eröffnete das dojo am 9. November 1945, und diesen Tag nennt das Moo Duk Kwan als Datum seiner Gründung. Die Schule trug den Namen Hwa Soo Do Moo Duk Kwan, und die ersten zwei Versuche, sie zu leiten, gelangen nicht. Anfang der fünfziger Jahre benannte er sie in Tang Soo Moo Duk Kwan um, weil der Name tang soo den Koreanern bekannter war.

Als sich die kwan zum taekwondo vereinigten, stimmte Hwang Kee der Teilnahme zuerst zu, im Jahr 1958 zog er das Moo Duk Kwan aber aus dem Prozess zurück. Die Korea Taekwondo Association unter der Leitung von Choi Hong Hi versuchte, das Moo Duk Kwan zu vereinnahmen, und Hwang lehnte ab, als er feststellte, dass er die neue Organisation nicht leiten würde.

Im Jahr 1960 wurde bei der Regierung die Korean Soo Bahk Do Association eingetragen. Hwang Kee gewann zwei Gerichtsverfahren gegen die Regierung. Im Jahr 1965 schloss sich eine Gruppe ehemaliger Schüler unter der Leitung von Hong Chong-soo der Vereinigung der kwan an, und weitere ehemalige Schüler unterrichteten tang soo do selbstständig, was das Moo Duk Kwan spaltete.

Beitrag und Neuerungen

Hwang Kee schuf die Formen Yuk Ro (1947), die meist auf der Dan-Stufe gelehrt werden, sowie die Formen Chil Sung, Sieben Sterne (1952), mit Kombinationen aus Weichem und Hartem und mit Ellbogen- und Knietechniken.

Im Jahr 1957 zeigte ihm ein Bibliothekar der Universität Seoul das Muye Dobo Tongji, einen 400-seitigen Holzdruck, den König Jeongjo 1790 hatte anfertigen lassen. Hwang machte daraus nach eigenen Angaben große Entdeckungen, arbeitete sie in den Unterricht ein und benannte die Kunst in Soo Bahk Do um. Laut World Moo Duk Kwan führte er 1982 in Atlantic City die Form Hwa Sun Hyung aus dem Muye Dobo Tongji vor.

Laut der Schule Kidokwan schrieb er 1949 das erste Lehrbuch Hwa Soo Do, 1958 das Selbstverteidigungslehrbuch Tang Soo Do Bo Sin Bop und 1970 die koreanische Ausgabe von Soo Bahk Do Dae Kham. Soo Bahk Do enthält Prinzipien des Daoismus, und Hwangs Motto besagt, dass es dort, wo Vorbereitung ist, keine Angst gibt.

Legenden und belegte Fakten

Die Geschichte, wonach Hwang Kee vor 1945 ein Mann inspirierte, der sich mit Taekkyon verteidigte, wird von der Korea Taekkyon Association angezweifelt. Seine Angabe, bei Yang Kuk-jin gelernt zu haben, ist unter Zeitgenossen umstritten.

Eine Quelle, die das Muye Dobo Tongji ausdrücklich als Ursprung des Soo Bahk Do bestätigen oder widerlegen würde, haben wir nicht gefunden. Belegt ist nur Hwangs eigene Aussage aus dem Jahr 1957.

Vermächtnis

Nach dem Tod von Hwang Kee am 14. Juli 2002 wurde sein Sohn Hwang Hyun-chul (Jin Mun) zum Nachfolger ernannt. Die United States Soo Bahk Do Moo Duk Kwan Federation bestätigte 2005 den Nachfolger, den Hwang Kee in einem versiegelten Dokument bestimmt hatte. Die Organisation trägt seit 1995 den offiziellen Namen Soo Bahk Do Moo Duk Kwan.

Zu seinen Schülern zählten Hwang Hyun-chul, Shin Jae-chul und Kyongwon Ahn. Chuck Norris gründete 1966 American Tang Soo Do, trennte sich in den Siebzigerjahren von Moo Duk Kwan und gründete 1973 den National Tang Soo Do Congress mit Pat Johnson als Vizepräsidenten. Pat Johnson gründete den International Tang Soo Do Congress.

Anstelle des schwarzen Gürtels führte Hwang Kee für die Meistergrade einen mitternachtsblauen ein, als Symbol dafür, dass der Weg zur Meisterschaft nicht endet. Ab dem 4. Dan trägt der Gürtel einen roten Mittelstreifen.

Assoziierte Kampfkünste

Soo Bahk Do (Moo Duk Kwan)Gründer→

Hwang Kees koreanische Kunst, gelehrt über das Moo Duk Kwan. 1960 trennte sie sich vom Namen Tang Soo Do und wandte sich vom Wettkampfsport ab.

Tang Soo DoGründer→

Koreanische Kunst der Schläge und Tritte aus den kwan Chung Do Kwan (1944) und Moo Duk Kwan (1945), vom Shotokan ausgehend, mit Formen, gup und mitternachtsblauem Gürtel.

Kata und Formen

Chil Sung Il Ro· SchöpferChil Sung Sam Ro· SchöpferSo Rim Jang Kwon· weitergegeben