Hugo Wittenwiler
Der Schweizer Adlige Hugo Wittenwiler wird mit der Handschrift Cgm 558 aus der Zeit um 1493 über Schwert-, Dolch- und Ringkampf in Verbindung gebracht; er war dabei wohl nur der Schreiber.
Auf einen Blick
SchweizBiografie
Hugo Wittenwiler, in den Quellen auch Hugonis dicti Wittenwiller oder Hugues Wittenwiler genannt, ist ein Name, der mit der Handschrift Cgm 558, dem sogenannten Schwabenspiegel-Codex aus der Zeit um 1493, verbunden ist. Der Quelle zufolge war er jedoch wahrscheinlich nicht deren Autor, sondern wohl nur der Schreiber. Seine Geburts- und Sterbedaten konnten wir nicht belegen.
Er stammte aus einem niederen Schweizer Adelsgeschlecht aus Wittenwil im heutigen Kanton Thurgau, das bereits 1339 verarmt war. Er gehörte wahrscheinlich dem Toggenburger Zweig der Familie an und lebte in Toggenburg, Liechtenstein oder Wil.
Die Handschrift ist in alemannischem Frühneuhochdeutsch verfasst und behandelt den Kampf mit Langschwert, Stange oder Speer, den Kampf zu Pferd, den Kampf mit dem Baselard (einem kurzen Schwert), Dolch und kurzem Messer, die waffenlose Verteidigung gegen den Dolch, das Ringen und die Jagd. Zur Tradition Johannes Liechtenauers zeigt sie nur geringe oder keine Verbindung. Die erste gedruckte englische Ausgabe der Handschrift erstellte Hull im Jahr 2008.