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Filippo Vadi

Italienischer Fechtmeister und Beamter aus Pisa, Autor der illuminierten Handschrift De Arte Gladiatoria Dimicandi (1482–1487) mit Schwerpunkt auf dem Langschwert.

Auf einen Blick

Geburtsdatum1425
Sterbedatum1501
HerkunftslandItalienItalien
BerufBeamter

Biografie

Filippo Vadi war ein italienischer Fechtmeister, geboren 1425 in Pisa und gestorben 1501 in Urbino. Bekannt ist er als Autor der reich illuminierten Handschrift De Arte Gladiatoria Dimicandi, die er zwischen 1482 und 1487 verfasste und dem Herzog von Urbino, Guidobaldo da Montefeltro, widmete.

Neben dem Fechten wirkte er als ziviler Beamter: Er war Gouverneur von Reggio unter Markgraf Leonello d'Este und von 1452 bis 1470 Berater des Herzogs Borso d'Este. Im Jahr 1457 ließ der Medailleur Giovanni Boldù eine Gedenkmedaille prägen, auf der Vadi den mythischen Kentauren Chiron übertrifft. Wer sein Lehrer war, konnten wir in den Quellen nicht belegen.

Die Abhandlung widmet sich den ritterlichen Waffen, also Schwert, Dolch, Speer und Hellebarde, mit dem Hauptaugenmerk auf dem Langschwert. In den einleitenden sechzehn Kapiteln behauptet Vadi, das Fechten entstehe aus der Geometrie, und betrachtet es als Wissenschaft, nicht nur als Kunst. Das Werk wurde von der Abhandlung Flos Duellatorum des Meisters Fiore dei Liberi beeinflusst, doch Vadis Beinarbeit und Technik unterscheiden sich von der Fiores. Zu Fiores Werk gelangte Vadi vermutlich über die Familie seiner Arbeitgeber.

Die Handschrift wird heute in der Nationalen Zentralbibliothek in Rom unter der Signatur MS Vitt. Em. 1324 aufbewahrt.

Werke und Quellen

De Arte Gladiatoria Dimicandi (MS Vitt.Em.1324)· autor