Araki Muninsai
荒木夢仁斎源秀縄
Gründer der Schule Araki-ryu um das Jahr 1573, berühmt für seine Torite-Technik; über Herkunft und Taten weiß selbst die Chronik Honcho Bugei Shoden nichts zu berichten.
Auf einen Blick
JapanBiografie
Araki Muninsai ist der Begründer der Schule Araki-ryu, die er in der Tensho-Periode, etwa um 1573, in der Sengoku-Zeit auf der Grundlage von Torite und Kogusoku gründete. Laut der Chronik Honcho Bugei Shoden (1711–1715) hieß er mit vollem Namen Araki Muninsai Minamoto no Hidetsuna; japanische Quellen schreiben den Namen auch als Munisai, Munin oder Mujinsai. Dieselbe Chronik gibt an, es sei nicht bekannt, woher er stammte, und auch über seine Taten wisse man nicht viel, seine Technik im Torite sei jedoch berühmt gewesen.
Einer Theorie zufolge lernte er bei einem Mann namens Fujiwara (藤原勝真) und studierte angeblich auch Takeuchi-ryu. Die Schrift Araki-ryu torite saitan no jo schildert, dass Fujiwara die Geheimlehre im Traum auf dem Berg Atago empfing.
Araki-ryu ist spezialisiert auf Speer, Naginata, langes und kurzes Schwert, Stab, Seil, Kette und Sichel sowie auf Torite-Kogusoku, das Ringen in leichter Rüstung mit Waffen. Zu den frühen Schülern gehörten Mori Kasuminosuke, Yamamoto Kasuke und Takeuchi Kuroemon. Aufzeichnungen von mehr als vierzig Linien zeigen, dass fast alle auf Mori Kasuminosuke zurückgehen. Heute bestehen noch drei Hauptlinien; das Isesaki-Araki-ryu-Kenpo ist seit 1967 ein Kulturdenkmal der Stadt Isesaki.
Der Überlieferung nach kämpfte er im Korea-Feldzug und erhielt Lob von Toyotomi Hideyoshi, was ihm angeblich den Beinamen Nihon Kaizan einbrachte; die Quellen bestätigen dies nicht. Die Isesaki-Schule nennt eine mögliche Verwandtschaft mit dem Feldherrn Araki Murashige, andere Quellen halten dies für Spekulation ohne Beleg.