MCMAP
Das Ausbildungsprogramm des US Marine Corps, 2001 eingeführt. Es verbindet Nahkampf mit Charakter- und Entscheidungsschulung und ist für jeden Marine verpflichtend.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für MCMAP
Über MCMAP
MCMAP (Marine Corps Martial Arts Program) ist das Kampfausbildungssystem des United States Marine Corps, eingeführt 2001. Es löste das ältere LINE-Programm und weitere Selbstverteidigungskurse ab und ist für jeden Angehörigen des Corps unabhängig von der Verwendung verbindlich. Technisch ist es eine Kombination: Schläge und Tritte aus Boxen und Karate, Würfe und Feger aus Judo und Ringen, Würger und Hebel aus dem Jiu-Jitsu, Arbeit mit Bajonett, Stock und improvisierten Mitteln. Die Auswahl folgte Praktikabilität und Lerngeschwindigkeit, nicht der Zugehörigkeit zu einer Tradition. Wesentlich ist jedoch, was MCMAP von zivilen Systemen abhebt: Das Programm besteht ausdrücklich aus **drei Disziplinen** — der körperlichen (Technik und Kondition), der geistigen (Entscheiden unter Druck, Kriegsvölkerrecht, Geschichte des Corps) und der charakterlichen (Ethik, Verantwortung für den Einsatz von Gewalt). Aufgestiegen wird nur bei Erfüllung aller drei; die Charakterbeurteilung nimmt der Vorgesetzte vor. Die Stufen werden durch farbige Gürtel am Feldanzug angezeigt: Tan, Grau, Grün, Braun und Schwarz mit sechs Graden. Tan erwirbt jeder in der Grundausbildung, höhere Stufen verlangen weitere Lehrgänge und auf Ausbilderebene die Fähigkeit zu unterrichten. Für Zivilisten ist MCMAP eher wegen des Konzepts als wegen der Technik interessant. Der Inhalt ist aus öffentlichen Handbüchern nachvollziehbar, doch das Programm ist für ein Umfeld entworfen, in dem Gewaltanwendung zum Dienst gehört und rechtlich wie ethisch gerahmt ist — ein Kontext, der sich nicht in einen Zivilkurs übertragen lässt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
