Lerdrit
เลิศฤทธิ์Die militärische Form des thailändischen Kampfes bei der Armee. Sie baut auf Muay Thai auf, zielt aber auf sofortiges Ausschalten statt auf Punkte.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Lerdrit
Über Lerdrit
Lerdrit ist die militärische Form des thailändischen Kampfes, wie sie Einheiten der Königlich Thailändischen Armee einsetzen. Die thailändischen Wörter lert rit lassen sich als überlegene oder höchste Kraft übersetzen. Die Grundlage ist dieselbe wie beim Muay Thai, nämlich die sogenannten neun natürlichen Waffen: beide Fäuste, beide Füße, beide Knie, beide Ellenbogen und der Kopf. Der Unterschied liegt im Zweck. Sportliches Muay Thai ist an Regeln, Handschuhe, Runden und Wertung gebunden, Lerdrit dagegen ist darauf angelegt, den Gegner sofort auszuschalten, gleich ob er bewaffnet ist. Deshalb wird hier geübt, was im Ring verboten ist: Kopfstöße, Angriffe auf Hals, Augen und Gelenke, Gelenkhebel und Brüche sowie Würfe zu Boden. Die Doktrin stützt sich auf vier ältere Kampfverfahren, die die thailändische Überlieferung als Werfen, Zermalmen, Greifen und Brechen zusammenfasst. Gekämpft wird auf kurze Distanz. Der Übende versucht, die Distanz in einem einzigen Schritt zu schließen, im Clinch, genannt Muay Pram, das Gleichgewicht des Gegners zu übernehmen und den Angriff am Boden oder mit hartem Knie und Ellenbogen abzuschließen. Abhärtung der Gliedmaßen, Kräftigung des Nackens und Schmerztoleranz gehören untrennbar zur Vorbereitung. Geübt werden ebenso Messer, Stock und Entwaffnen. Historisch wird Lerdrit mit der Palastgarde, den Verteidigungskorps der Hauptstadt, den Einheiten zum Schutz der Kriegselefanten und der Sonderinfanterie verbunden. Das System wird innerhalb der Armee weitergegeben, sein ausführlicher Lehrplan ist nicht öffentlich veröffentlicht, weshalb Beschreibungen in zivilen Quellen im Einzelnen voneinander abweichen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
