Film
Rurouni Kenshin
Originaltitel: るろうに剣心
2012Japan134 Min.Action
Japanischer Spielfilm von Keishi Otomo (2012) nach Nobuhiro Watsukis Manga: Ein Ex-Killer der Meiji-Zeit schützt Menschen mit umgekehrter Klinge und dem Schwur, nie wieder zu töten.
Rurouni Kenshin ist ein japanischer Spielfilm des Regisseurs Keishi Otomo aus dem Jahr 2012. Er adaptiert den gleichnamigen Manga von Nobuhiro Watsuki, der von 1994 bis 1999 im Wochenmagazin Weekly Shonen Jump erschien. Watsuki wirkte am Drehbuch mit: Die erste Hälfte entwickelte er mit, die weiteren Teile begutachtete er, und die abschließenden Änderungen überließ er dem Regisseur. In die japanischen Kinos brachte den Film am 25. August 2012 die Firma Warner Bros. Pictures Japan, und er lief in mehr als sechzig Ländern Europas, Lateinamerikas und Asiens. Die Handlung spielt in der Meiji-Zeit, in der Vorlage im Jahr 1878, elf Jahre nach deren Beginn. Kenshin Himura, ein ehemaliger Auftragskiller mit dem Beinamen Battosai, zieht als Schwertkämpfer durchs Land, schützt Menschen und hat geschworen, nie wieder jemanden zu töten. Sein Schwur wird durch das Sakabato symbolisiert, ein Schwert mit umgekehrter Klinge, und andere Kämpfer stellen ihn in der Geschichte immer wieder auf die Probe. Kern des Films ist der Kampf mit dem japanischen Schwert. Die Schwertschule, die Kenshin in der Geschichte beherrscht, ist erfunden, die Figur hat jedoch ein reales Vorbild in Kawakami Gensai, einem der Killer der Bakumatsu-Zeit. Die Kämpfe entwarf der Action-Regisseur Kenji Tanigaki, der aus dem Hongkonger Actionkino kommt. Laut The Hollywood Reporter ist die Choreografie schnell und wild, und die Schwertkämpfe zeigen Battosais Fähigkeiten gut. Es folgten die Fortsetzungen Rurouni Kenshin: Kyoto Inferno und Rurouni Kenshin: The Legend Ends (beide 2014) sowie Rurouni Kenshin: The Final und Rurouni Kenshin: The Beginning (beide 2021).
Kampfkünste im Werk
Kampfchoreografie
Die Action-Regie des Films leitete Kenji Tanigaki (geb. 1970). Im Hongkonger Kino arbeitet er seit 1993, und seit 1995 gehörte er zu Donnie Yens Stuntteam. Der Hauptdarsteller Takeru Satoh absolvierte ein intensives Schwerttraining, das parallel zu den Dreharbeiten lief. Wie lange er trainierte und in welchem Stil, konnten wir in den Quellen nicht belegen. Bei der ersten Verleihung der Japan Action Awards im Jahr 2013 gewann Tanigaki den Preis in der Kategorie bester Stunt-Koordinator. Auch bei den Fortsetzungen führte er die Action-Regie, bis hin zu Rurouni Kenshin: The Final (2021).
Wirklichkeit und Fiktion
Kenshin Himura war nach Kawakami Gensai (1834–1872) gestaltet, einem Samurai der späten Edo-Zeit und einem der vier bekanntesten Killer der Bakumatsu-Zeit, die Hitokiri genannt wurden. Bei Gensai ist nachweislich nur eine einzige Tötung belegt: Am 12. August 1864 tötete er bei einem gemeinsamen Hinterhalt Sakuma Shozan mit einem einzigen Hieb. Weitere Morde, die ihm zugeschrieben werden, sind umstritten. Der Schwur, nicht zu töten, und das Schwert mit umgekehrter Klinge sind Züge der Film- und Comicfigur; in den Quellen zu Gensai haben wir sie nicht gefunden. Ebenso ist die Schwertschule, die Kenshin in der Geschichte verwendet, erfunden und entspricht keiner belegten Schule des japanischen Schwertkampfs.
Personen und Kampfkünste
- Keishi OtomoRegie
- Kenji TanigakiAction-Regie
- Takeru SatohDarsteller — als Kenshin Himura· Koryu Bujutsu (stellt die kunst in der rolle dar)
Auszeichnungen
- Nominiert · Sitges Film Festival, Best Motion Picture (2012)
- Gewonnen · Japan Action Awards, Best Stunt Coordinator (Kenji Tanigaki) (2013)
Weitere Titel
- るろうに剣心 (Verleihtitel, JP)
- Rurōni Kenshin (Umschrift, JP)
- Rurouni Kenshin Part I: Origins (Verleihtitel, US)
Produktion
Warner Bros. Pictures Japan, Amuse, Shueisha, KDDI, C&I Entertainment, Yahoo! Japan, IMJ Entertainment, RoC Works, Studio Swan