Film
Blade of the Immortal
Originaltitel: Mugen no junin無限の住人
2017Japan141 Min.Action · Jidaigeki · Fantasy
Takashi Miikes japanischer Film von 2017 nach Hiroaki Samuras Manga: Der unsterbliche Samurai Manji beschützt ein Mädchen, das sich an den Schwertkämpfern der fiktiven Itto-ryu-Schule rächt.
Blade of the Immortal (im Original Mugen no junin) ist ein japanischer Spielfilm des Regisseurs Takashi Miike aus dem Jahr 2017 und zugleich sein hundertster Langfilm. Seine Premiere hatte er außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Cannes im Mai 2017. Er basiert auf dem Manga von Hiroaki Samura, den Kodansha von 1993 bis 2012 in der Zeitschrift Monthly Afternoon veröffentlichte, insgesamt in 30 Bänden. Hauptfigur ist der Samurai Manji, der nicht sterben kann: In der Vorlage verdankt er das heiligen Blutwürmern (kessen-chu), die sogar abgetrennte Gliedmaßen wieder anfügen können. Manji wird zum Beschützer der Waise Rin Asano, die sich an den Schwertkämpfern der Schule Itto-ryu für den Tod ihrer Eltern rächen will. Manji wird von Takuya Kimura gespielt, Rin von Hana Sugisaki und der Anführer der Itto-ryu, Kagehisa Anotsu, von Sota Fukushi. Der Film beruht auf dem Schwertkampf, aber nicht auf einer getreuen Rekonstruktion des japanischen Schwertfechtens: Itto-ryu und die rivalisierende Mugai-ryu sind für den Manga erfundene Schulen, keine historischen Traditionen. Laut einer Rezension von Cinema Sentries tragen den Film zwei Massenkämpfe, zu Beginn gegen hundert Gegner und am Schluss gegen etwa 300 Männer. Der Autor der Vorlage, Samura, lehnte früher Angebote aus Hollywood wegen der typischen westlichen Änderungen ab und war mit Miikes Adaption zufrieden.
Kampfkünste im Werk
Kampfchoreografie
Die Stunt-Koordination leiteten laut einer Rezension von Variety Keiji Tsuji und Masayoshi Deguchi. Variety beschreibt die Kämpfe als rau, mit Stichen und durch die Luft fliegenden Gliedmaßen, geführt in einem freien Stil, der bewusst vom traditionellen japanischen Schwertfechten abweicht. Eine Rezension der Bonusmaterialien auf der Disc von Cinema Sentries besagt, dass die Effekte vor allem auf praktischer Stuntarbeit beruhen, und zeigt, wie Takuya Kimura Hana Sugisaki beim Dreh bei ihren Kampfszenen berät. Der abschließende Massenkampf wurde in Kyoto gedreht und war der anspruchsvollste Teil der Produktion. Ob die Hauptdarsteller tatsächlich eine Kampfkunst trainieren, dafür haben wir in den Quellen keinen Beleg gefunden.
Wirklichkeit und Fiktion
Das Schwertfechten im Film hat kein Vorbild in einer konkreten historischen Schule. Itto-ryu ist in der Vorlage eine Schule, die jede zum Sieg führende Technik anerkennt und fremde Dojo besetzt; Mugai-ryu wendet skrupellose Methoden an und beschäftigt zum Tode Verurteilte im Dienst des Shogunats. Beide sind Erfindungen des Manga und dürfen nicht mit echten Schwertkampftraditionen ähnlichen Namens verwechselt werden. Zum Abstand von der Realität trägt auch die Ausrüstung bei, die Variety als extravagant bezeichnet: riesige doppelklingige Schwerter, eine Axt, die an einen scharfen Amboss erinnert, Klingen an Stangen und an Ketten sowie Shuriken.
Personen und Kampfkünste
- Takashi MiikeRegie
- Takuya KimuraDarsteller — als Manji· Koryu Bujutsu (stellt die kunst in der rolle dar)
- Hana SugisakiDarsteller — als Rin Asano· Koryu Bujutsu (stellt die kunst in der rolle dar)
- Sota FukushiDarsteller — als Kagehisa Anotsu· Koryu Bujutsu (stellt die kunst in der rolle dar)
- Keiji TsujiStunt-Koordination
- Masayoshi DeguchiStunt-Koordination
Produktion
Warner Bros. Japan, OLM, Recorded Picture Company, CJ E&M, Filosophia, GyaO, Ken-On, Kodansha, Sega Sammy Entertainment, TV Asahi