Budo
武道
Japanisch für „Kampfweg“: Sammelbegriff für japanische Kampfkünste, in denen es neben der Technik um die Erziehung und Entwicklung des Menschen geht.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Budo (武道) besteht aus den Zeichen 武, Kampf, Kriegswesen, und 道, Weg. Es bezeichnet japanische Kampfkünste, die als Weg der persönlichen Entwicklung verstanden werden, nicht nur als Sammlung von Kampftechniken. Der ältere Begriff bujutsu (武術), in dem 術 Kunst, Fertigkeit bedeutet, betont die Kampftechnik selbst. Die Japanische Budo-Vereinigung erkennt neun moderne Budo-Künste an: Judo, Kendo, Kyudo, Sumo, Karate, Aikido, shorinji kempo, Naginata und Jukendo. Künste, die nach 1868 entstanden sind, heißen gendai budo, ältere Schulen koryu.
Beziehungen zu anderen Begriffen
Siehe auch
Langfristiges hartes Training, bei dem sich der Übende körperlich und geistig vervollkommnet. Das Wort stammt aus dem Buddhismus, wo es asketische Praxis bedeutet.
Shin-gi-tai心技体Die Dreiheit aus Geist, Technik und Körper. Sie drückt das Ideal aus, alle drei Teile gleichmäßig zu entwickeln, weil keiner allein genügt.