Berimbau
Berimbau
Einsaitiger Musikbogen mit Kürbis, das wichtigste Instrument der Capoeira. Sein Rhythmus (toque) bestimmt, welches Spiel die Spieler in der roda spielen.
Auf einen Blick
Definition
Das berimbau ist ein Musikbogen. Es besteht aus einem Holzstab (verga), einer Stahlsaite (arame) und einem ausgehöhlten Kürbis (cabaça) als Resonator. In einer Hand hält der Spieler den Bogen mit einem Stein oder einer Münze (dobrão), womit er den Ton verändert, in der anderen einen Stock (baqueta) und die Rassel caxixi. In der roda spielt man meist drei berimbau verschiedener Größe: die gunga mit dem tiefsten Ton, das médio und die viola. Der Spieler an der gunga leitet die roda. Die Rhythmen heißen toques, zum Beispiel Angola oder São Bento Grande, und jeder bestimmt Tempo und Charakter des Spiels, vom langsamen Spiel am Boden bis zum schnellen und hohen.
Beziehungen zu anderen Begriffen
Siehe auch
Kreis aus Spielern und Musikern, in dem Capoeira gespielt wird. Musik, Gesang und Klatschen bestimmen Rhythmus und Charakter des Spiels.
AtabaqueAtabaqueHohe Handtrommel afrikanischen Ursprungs. In der roda der Capoeira hält sie zusammen mit berimbau und pandeiro den Grundrhythmus.
PandeiroPandeiroBrasilianisches Tamburin mit Schellen am Rand. In der Capoeira-Roda ergänzt es Berimbau und Atabaque.