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Balintawak Arnis

Ein philippinischer Einzelstock-Stil von 1952. Er hat keine Formen — von der ersten Stunde an wird zu zweit geübt, damit Reflex statt Auswendiglernen entsteht.

Wichtige Daten

HerkunftslandPhilippinen
Gründungsjahr1952
RegionAsien
HauptfokusWaffen
KontaktstufeVollkontakt
Gürtelsystem5 Stufen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringMittlerer Kontakt
Rolle der WaffenWaffen optional
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve4/5
Nutzen für Selbstverteidigung3/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemSchärpen
WettkampfformatFormen
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteBedeutend
WürfeBedeutend
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenBedeutend

Kataloge & Datenbanken für Balintawak Arnis

📖 Glossar5 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Balintawak Arnis

Balintawak Arnis ist ein philippinisches Stockkampfsystem, das Venancio Bacon, genannt Anciong, der von 1912 bis 1981 lebte, 1952 in Cebu gründete. Bacon lernte bei Lorenzo Saavedra und gehörte zum Klub Doce Pares, von dem er sich später trennte, um eine eigene Schule in der Balintawak-Straße in Cebu City zu eröffnen. Daher der Name: Der Stil heißt weder nach dem Gründer noch nach einer Technik, sondern nach einer Adresse. Balintawak läuft dem üblichen Aufbau philippinischer Systeme zuwider. Es hat keine Formen, keine langen Übungsreihen mit zwei Stöcken und keine Einteilung nach Waffen. Geübt wird ein einziger Stock, kurz gehalten, und von der ersten Stunde an wird zu zweit gearbeitet: Der Lehrer gibt Angriffe vor, der Schüler antwortet darauf, wobei Tempo und Reihenfolge wechseln, damit der Schüler keine Antwort auswendig lernen kann. Ziel ist es, Reflex und Distanzgefühl zu entwickeln, nicht eine Form zu behalten. Dem entspricht die Betonung der freien Hand, der lebenden Hand genannt: Während der Stock angreift, kontrolliert die andere Hand den Arm des Gegners, deckt und bereitet die Entwaffnung vor. Die Grundangriffe sind zu einer Folge namens Palakaw gruppiert. Eine typische Lösung ist der Treffer auf die waffenführende Hand, das sogenannte Entzahnen der Schlange, dem erst danach der Treffer zum Körper folgt. Bacon wird als jemand beschrieben, der die Kunst auch außerhalb der Halle erprobte, und der Stil trägt bis heute den Ruf, roh und schnell zu sein. Nach seinem Tod bestehen mehrere Gruppen nebeneinander.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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